Sky-Watcher Explorer 150PDS-Informationen (6"-Newton)

Motivation | Aussehen | Basisdaten | Besuchte Himmelsobjekte | Fotoversuche | Erstes Fazit | Links

Auf dieser Seite stelle ich einige Informationen zu meinem 6"-Newton-Tubus Skywatcher Explorer-150PDS 150 mm/750 mm (f/5) zusammen (Anfang April 2017 erworben). "PDS" bedeutet übrigens "auf Fotografie ausgelegt" (Photo) und "Fokussierer mit 10:1-Feineinstellung" (Dual Speed 10:1-Fokussierer).

Zur Montierung...

Anfangs benutzte ich den Explorer 150PDS-Tubus auf der Dobson-Basis des Sky-Watcher Heritage P130, obwohl das eine etwas zitterige und kippelige Angelegenheit war. Doch weil ich das P130 nicht mehr besitze, verwende ich das 150PDS nun nur noch auf der Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo Montierung. Diese trägt maximal 5 kg (die baugleiche Orion StarSeeker IV-Montierung angeblich 6 kg). Der 6"-Tubus war mit ca. 5 kg bei den Händlern beworben, ich habe nach dem Kauf allerdings auf der Sky-Watcher-Website sogar die Angabe "6 kg" gefunden. Eigene Messungen ergaben 5,5 kg plus Sucher und Okular. Das Ganze scheint also etwas "grenzwertig" zu sein, und nur der längere Einsatz wird zeigen, ob diese Kombination wirklich langfristig arbeitsfähig ist.

Siehe hier meine bisherigen Erfahrungen zum Thema "Überlastung der Montierung durch einen 6"-Newton-Tubus".

 

Motivation

Warum habe ich den 6"-Newton-Tubus Skywatcher Explorer-150PDS gekauft und für welchen Zweck? Ich habe diesen Tubus als Ersatz für das 8"-Dobson-Teleskop GSO GSD 680 erworben, welches ein sehr gutes Teleskop ist, aber für mich zu schwer geworden war. Deshalb habe ich an seiner Stelle Anfang April 2017 den 6"-Newton-Tubus Skywatcher Explorer-150PDS erworben und das GSD680 später verkauft.

Der Explorer 150PDS ist also im Moment die Endstation auf einer längeren Reise von 10" über 8" zu schließlich bescheidenen 6" Öffnung! Normalerweise verlaufen solche Reisen allerdings umgekehrt, also in Richtung größerer Öffnungen...

Ich hoffte beim Kauf, dass der 6"-Tubus auch auf der Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo-Montierung verwendet werden kann, sozusagen als maximal mögliche Öffnung. Somit wären alle meine Telekop-Tuben auf der GoTo-Montierung nutzbar. Wie schon geschrieben, trägt diese maximal 5 kg; eigene Messungen ergaben 5,5 kg für den Explorer-Tubus - plus Sucher und Okular. Ich bin gespannt, ob diese Kombination wirklich langfristig funktioniert.

Und weil eigentlich kein allzu großer Unterschied zwischen dem Explorer 150PDS-Tubus und dem Heritage P130 bestand, habe ich mich von letzterem wieder getrennt und es im April 2017 einem Freund geschenkt.

 

Aussehen

Auspacken

Umverpackung

Dito

Dito

Dito

Geöffnete Verpackung

Dito

Styropor-Stützen

Styropor-Stützen

Eine Styropor-Stütze war beschädigt

Packungsinhalt

Zubehör-Karton ausgepackt...

...und weiter ausgepackt

Zubehör ausgepackt

Tubus mit Schutzpapier, schräg von hinten

Dito, schräg von vorne

Tubus von oben

Tubus ohne Papier, von der Seite - die Vixen-Schiene ist zu sehen

Tubus schräg von oben

Details: Fokussierer mit 1:10 Feintrieb

Blick in den Tubus

 

 

Dito, hier sieht man die Markierung auf dem Hauptspiegel

Zubehör:

6 x 30 Sucherfernrohr, 28 mm Okular (2"), 2"-Verlängerung für die visuelle Beobachtung, Werkzeug

Verpackungsgewicht und -größe :

Nettogewicht = 7 kg, Bruttogewicht = 9 kg

80 cm x 39 cm x 34 cm
79 cm x 40 cm x 35,5 cm (eigene Messung)

Explorer 150PDS-Newton-Tubus auf Sky-Watcher Heritage P130-Basis

Hinweis: Ich besitze das Heritage P130 nicht mehr und damit auch nicht mehr diese Dobson-Basis.

Explorer 150PDS-Newton-Tubus auf Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo-Montierung

 

Basisdaten des Sky-Watcher Newton-Teleskops Explorer 150PDS (im Vergleich)

Teleskop
Meade
Sky-Watcher Skmax/Heritage/Explorer
GSO Omegon
10" ETX 90EC 102 127 76 100P 114P P130 150PDS GSD 680 PS 72/432
Optische Bauart Newton
(Parabol.)
Maksutov-Cassegrain Maksutov-Cassegrain Maksutov-Cassegrain Newton
(Sphärisch)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Refraktor
Hauptspiegel-Durchmesser 254 mm 96 mm (90 mm) 102 mm 127 mm 76 mm (3") 100 mm (4") 114 mm (4,5") 130 mm (5") 150 mm (6") 200 mm (8") 72 mm
Brennweite, Öffnungs-
verhältnis
1270 mm
f/5
1250 mm
f/13,8
1300 mm
f/12,7
1500 mm
f/11,8
300 mm
f/3,95
400 mm
f/4
500 mm
f/4,38
650 mm
f/5
750 mm
f/5
1200 mm
f/6
432 mm
f/6
Auflösungs-
vermögen
0,45" 1,3" 1,15" 0,91" 1,51" 1,15" 1,01" 0,9" 0,77" 0,58" 1,74"
Visuelle stellare Grenzgröße ca. 14,5 mag 11,7 mag 12,7 mag 13,2 mag 11,2 mag 11,8 mag 12,1 mag 13,3 mag 12,7 mag 14,5 mag 10,9mag
Lichtsammelleistung 1316,7 165,3 212,3 329,2 117,9 204,1 265,2 344,9 459,2 816,3 90
Empfohlene
Maximal-
Vergrößerung
ca. 600 x 325 x 204 x 254 x ca. 100 x (152 x) 150 x (200 x) 170 x (228 x) ca. 195/220 x (260 x) ca. 225 x (300 x) ca. 300 x (400 x) 144
Abmessungen Teleskoptubus (Durchm. x Länge) 35 cm x 119 cm 10,4 cm x 27,9 cm 11,6 x 27 cm 14,4 x 33 cm n.a. 11,5 cm x 37 cm* n.a. Länge zu-
sammen-
geschoben < 37 cm (14,5")
18,2 cm x 69 cm
18 cm x 68 cm*
23 cm x 115 cm L: 39,5 cm mit ausgez. Taukappe
Nettogewicht Basis 12,2 kg n.a. --- --- n.a. 1,3 kg* 1,6 kg 3,1 kg* --- 11,2 kg n.a.
Nettogewicht
optischer Tubus
17,2 kg n.a. 1,9 kg 3,4 kg n.a. 1,2 kg*
3,7 kg
3,25 kg* 5,0/6,0 kg
5,5 kg*
9,5 kg
n.a.
Nettogewicht gesamt 3,5 kg 1,75 kg 2,5*/2,8 kg 5,3 kg < 6,5 kg ca. 21 kg 2,06 kg

Dunkelblau: Teleskope in aktuellem Besitz; kursiv und dunkelrot: Teleskope, die ich besaß; schwarz: zum Vergleich; *) selbst gemessen

 

Besuchte Himmelsobjekte

Bisher habe ich die folgenden Himmelsobjekte mit dem Sky-Watcher Explorer 150PDS besucht (und dokumentiert...):

 

Fotoversuche

Erste Mond-Fotos mit ans Okular gehaltener Kamera

Die folgenden Mond-Aufnahmen stammen von Anfang April 2017 (1., 2. und 3. April - am 3. April war Halbmond). Sie wurden nach der 1:50-Methode aufgenommen, d.h. mit ans Okular gehaltener Kamera, in diesem Fall war es eine Ricoh GR (28 mm äquivalent). Ich habe ISO 1600 verwendet und unterbelichtet, um Überstrahlungen zu verhindern.

Ich verwendete ein 16 mm- und ein 7 mm-UWA-Okular. Mit dem 7 mm-Okular konnte ich zwar den ganzen Mond sehen, aber leider nicht aufnehmen.

1. April 2017

    

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000-Pixel-Version

 

Mit 7 mm-Okular (ca. 107 x) - 2000 Pixel - 3200 Pixel

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000-Pixel-Version

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000-Pixel-Version

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000-Pixel-Version

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000-Pixel-Version

2. April 2017

Mit 7 mm-Okular (ca. 107 x) - 2000-Pixel-Version - SW

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000-Pixel-Version - SW

3. April 2017 (Halbmond)

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000-Pixel-Version

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000-Pixel-Version

 

Mit 7 mm-Okular (ca. 107 x) - 2000 Pixel - 3200 Pixel

 

Mit 7 mm-Okular, Ausschnitt (ca. 107 x) - 2000-Pixel-Version

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000-Pixel-Version

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000-Pixel-Version

Vergleich der Tage

         

1. April 2017

 

2. April 2017

  3. April 2017 (Halbmond)

6. April 2017

    

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000 Pixel-Version

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000 Pixel-Version

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000 Pixel-Version

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000 Pixel-Version

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000 Pixel-Version

 

Mit 16 mm-Okular (ca. 47 x) - 2000 Pixel-Version

Fotos mit Atik Infinity

Aufgenommen mit Sky-Watcher Explorer 150PDS (31.12.2017), 600 x 600-Ausschnitt mit 1:1-Pixeln in großer Version:

         

M 15 (Pegasus), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, nachgeschärft

         

M 27 (Hantelnebel in Vulpecula/Füchschen), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, alternativ bearbeitet

         

M 56 (Lyra/Leier), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, nachgeschärft

         

M 57 (Ringnebel in Lyra/Leier), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, alternativ bearbeitet

         

M 71 (Sagitta), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

Aufgenommen mit Sky-Watcher Explorer 150PDS (12.2.2018), 600 x 600-Ausschnitt mit 1:1-Pixeln in großer Version

         

M 35 (Gemini), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

         

M 36 (Auriga), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

         

M 37 (Auriga), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

         

M 38 (Auriga), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

         

M 42 (Orion), unbearbeitet

 

Dito, bearbeitet

 

Dito, bearbeitet und nachgeschärft

 

Erstes Fazit

Da ich den Sky-Watcher Explorer 150PDS-Tubus erst ein knappes Jahr besitze, ist es noch zu früh für ein "echtes" Fazit. Meine ersten Eindrücke sind jedoch sehr positiv. Ich habe schon den Fokussierer mit 1:10 Feintrieb schätzen gelernt - er macht das Scharfstellen viel angenehmer. Und dieses Teleskop ist für mich viel einfacher zu handhaben und tragen als das größere und schwerere 8" GSD 680-Teleskop. Während das GSD 680 mir wegen seines Gewichtes meine körperlichen Grenzen aufzeigt, kann ich das Explorer PDS noch einigermaßen gut handhaben. Zugegeben war es anfangs etwas schwierig, die Vixen-Schiene an der Basis zu befestigen, weil ich dafür eigentlich drei Hände oder die Hilfe einer anderen Person benötigte. Inzwischen kann ich den Tubus aber auch gut allein montieren.

Sky-Watcher Tubus Explorer 150PDS auf der Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo Montierung

Inzwischen habe ich eine ganze Reihe von Himmelsobjekte mit dem 150PDS beobachtet und es meistens auf der Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo Montierung verwendet, einerseits, um Erfahrungen mit dieser Kombination zu sammeln (siehe hier meine bisherigen Erfahrungen zum Thema "Überlastung der Montierung durch einen 6"-Newton-Tubus"), aber auch weil ich keine geeignete Dobson-Basis mehr zur Verfügung hatte. Die Basis des Heritage P130 hätte (meistens) zusammen mit diesem Tubus funktioniert, aber dieses Teleskop hatte ich ja im April 2017 verschenkt... Im Laufe der Zeit habe ich aber immer mehr Zutrauen zu dieser "Überlast-Kombination" gewonnen und mache mir nun weniger Sorgen um die Haltbarkeit der Montierung. Anfang Februar 2018 habe ich sogar ein Celestron StarSense AutoAlign-Modul für Sky-Watcher(-Momtierungen) erworben, um die Ausrichtung zu automatisieren und mir das Kriechen unter den Sucher zu ersparen.

Weitere Erfahrungen mit der Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo-Montierung finden sich auf Seite Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo-Montierung - Erste Erfahrungen.

Vergleiche

Ich habe einen ersten "Schnell-Vergleich" mit dem 8 "GSD 680 Dobson-Teleskop mit den Zielen M 42/43 und M 35 durchgeführt (ungefähr 6.4.2017). Weil meine Okulare es mir nicht ermöglichen, beide Teleskope parallel mit gleicher Vergrößerung zu verwenden, war ein solcher Vergleich natürlich problematisch. Alles in allem und nicht überraschend, erschien der Blick im GSD 680 heller und kontrastreicher, aber das Explorer PDS150 war auch nicht schlecht. Eigentlich hatte ich vor, das GSD 680 zu verkaufen, weil es mir zu schwer war, aber durch diesen Vergleich geriet ich wieder etwas ins Schwanken. Doch dann habe ich mich entschieden, mich dem GSD 680 zu trennen, so schön das Teleskop ist, und es bei einem Händler zum Verkauf in Kommission gegeben (inzwischen ist es verkauft).

Ein entsprechender Vergleich mit dem dem 5" Heritage P130 Dobson-Teleskop fand wenige Tage später statt (9.4.2017). Auch hier konnte ich nicht die Teleskope parallel mit gleicher Vergrößerung betreiben. Insgesamt, und kaum überraschend war der Blick im PDS150 etwas besser als im P130, obwohl ich nicht sagen würde, dass Welten dazwischen lagen. Aber im großen und ganzen sah ich keinen Vorteile darin, beide Teleskope zu besitzen, auch wenn das P130 sicher "reisefähiger" ist. Deshalb habe ich das P130 Mitte April 2017 an einen Freund verschenkt.

Astrofotografie

Der Sky-Watcher Explorer 150PDS-Tubus führt seine Eignung für die Astrofotografie bereits im Namen: "P" bedeutet "Auslegung auf Astrofotografie" (ausreichend "backfocus") und "DS" bedeutet "Dual Speed", was sich auf einen 2"-Crayford-Fokussierer mit 1:10-Untersetzung bezieht, der bis zu 2 kg tragen können soll. Entsprechend kam ich mit der Atik Inifinity-Kamera mit diesem Tubus ohne Probleme in den Fokus, und die ersten Ergebnisse können sich zumindest sehen lassen, auch wenn sicher bessere Resultate möglich sind. Siehe die Bildbeispiele weiter oben.

Astrofotografie mit ans Okular gehaltener oder daran befestigter Kamera (1:50-Methode, Projektionsmethode) ist natürlich ebenfalls möglich (Mond, Planeten, Sonne mit Sonnenfilter), wie die Bildbeispiele oben zeigen. Wenn man die Kamera mit der Hand ans Okular hält, kommt es jedoch oft zu Abschattungen und lokalen Unschärfen. Fotografie von Deep-Sky-Objekten ist wegen der benötigten langen Belichtungszeiten auf diese Weise nicht möglich.

 

Links

 

An den Anfang   Homepage  

gerd (at) waloszek (dot) de

Über mich
made by walodesign on a mac!
10.09.2018