Sky-Watcher Heritage P130 Informationen (5"-Dobson)

Aussehen | Basisdaten | Fotoversuche | Fazit | Was andere sagen... | Links

Auf dieser Seite stelle ich einige Informationen zu meinem ersten Reise-Teleskop (Dobson) zusammen. Es hat den langen Namen Sky-Watcher Dobson Telescope Heritage P130 FlexTube DOB oder einfach Heritage P130 (im Februar 2010 erworben).

Letztenendes erwies es sich als zu groß für die Reise, aber ich besitze es noch für zu Hause zur Verwendung auf seiner eigenen Basis oder auf der Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo Montierung.

 

Aussehen

Erster Tag: Auspacken und aufbauen

Umverpackung

Verpackung des Heritage P130

Verpackung des Heritage P130

Geöffnete Verpackung

Packungsinhalt, Teleskop zusammengeschoben

Dito

Teleskop zusammengebaut und in voller Länge

Zubehör: 10mm und 25mm Okulare; Lichtpunktsucher

 

Mein Okularkoffer bietet weitere Möglichkeiten (Okulare, Filter, Barlow).

 

Zweiter Tag: Draussen

Ein paar Tage später...

Zusammengeschoben

Zusammengeschoben

In voller Länge

 

In voller Länge und geneigt

 

Vergleich meiner Dobson-Teleskope (2010)

Meade Lightbridge 10" gegen Skywatcher Heritage 130P

Dito

Dito

Heritage P130-Teleskop-Tubus auf Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo Montierung

Der Tubus des Heritage P130 wiegt unter 4 kg und kann deshalb an der Star Discovery-Montierung verwendet werden. Hier ein paar Fotos vom Aufbau:

P130 zusammengeschoben, von der Seite

P130 ausgefahren, von der Seite

Dito, andere Seite

P130 zusammengeschoben, andere Seite

P130 ausgefahren, Gesamtsicht

Dito, andere Seite

 

Basisdaten des Sky-Watcher Dobson Teleskops Heritage P130 FlexTube DOB (im Vergleich)

Teleskop
Meade
Sky-Watcher Skmax/Heritage
GSO
8" 10" 12" 16" ETX 90EC 102 76 100P 114P P130 GSD 680
Optische Bauart Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Maksutov-Cassegrain Maksutov-Cassegrain Newton
(Sphärisch)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Hauptspiegel-Durchmesser 203 mm 254 mm 305 mm 406 mm 96 mm (90 mm) 102 mm 76 mm (3") 100 mm (4") 114 mm (4,5") 130 mm (5") 200 mm (8")
Brennweite, Öffnungs-
verhältnis
1219 mm
f/6
1270 mm
f/5
1524 mm
f/5
1829 mm
f/4,5
1250 mm
f/13,8
1300 mm
f/12,7
300 mm
f/3,95
400 mm
f/4
500 mm
f/4,38
650 mm
f/5
1200 mm
f/6
Auflösungs-
vermögen
0,56" 0,45" 0,38" 0,28" 1,3" 1,15" 1,51" 1,15" 1,01" 0,9" 0,58"
Visuelle stellare Grenzgröße ca. 14 mag ca. 14,5 mag ca. 15 mag ca. 16 mag 11,7 mag 12,7 mag 11,2 mag 11,8 mag 12,1 mag 13,3 mag 14,5 mag
Empfohlene
Maximal-
Vergrößerung
ca. 550 x ca. 600 x ca. 700 x ca. 900 x 325 x 204 x ca. 100 x (152 x) 150 x (200 x) 170 x (228 x) ca. 220 x (260 x) ca. 300 x (400 x)
Abmessungen Teleskoptubus (Durchm. x Länge) 28 cm x 115 cm 35 cm x 119 cm 40 cm x 144 cm 51 cm x 170 cm 10,4 cm x 27,9 cm 10,4 cm x 27 cm n.a. 11,5 cm x 37 cm* n.a. Länge zu-
sammen-
geschoben < 37 cm (14,5")
23 cm x 115 cm
Nettogewicht Basis 9 kg 12,2 kg 15 kg 24 kg 3,5 kg (gesamt) --- 1,75 kg (gesamt) 1,3 kg* 1,6 kg 3,1 kg* 11,2 kg
Nettogewicht optischer Tubus 10,9 kg 17,2 kg 21,3 kg 33,6 kg 1,9 kg 1,2 kg*
(2,5*/2,8 kg gesamt)
3,7 kg
(5,3 kg gesamt)
3,25 kg*
< 6,5 kg (gesamt)
9,5 kg
(ca. 21 kg gesamt)

Dunkelblau: Teleskope in aktuellem Besitz; kursiv und dunkelrot: Teleskope, die ich besaß; schwarz: zum Vergleich; *) selbst gemessen

 

Fotoversuche

Erste Fotos mit ans Okular gehaltener Kamera

Mond     Mond
Meine erster, brauchbarer Versuch (20. April 2010)   Mein zweiter, brauchbarer Versuch aus einer Serie ähnlicher Aufnahmen (20. April 2010)

Siehe weitere Mondfotos von April 2010

Mit dem Saturn war meine Kamera jedoch überfordert (24.4.2010):

3 Saturnbilder

3 Saturnbilder

Siehe weitere Saturnfotos von April 2010

Mondfotos 2016

Mond      Mond
     
Mond  

Fotos mit 16 mm-Weitwinkel-Okular, Leica-M (Typ 240) mit 50 mm-Objektiv ans Okular gehalten (1:50-Methode)

Aufgenommen: 14.4.2016

Die folgenden Versionen der obigen Fotos sind das Ergebnis einer Nachbearbeitung der Fotos, um in den helleren Bereichen des Mondes mehr Details zu zeigen:

Mond      Mond
     
Mond   Mond

Untere Reihe: Zwei verschiedene Versuche beim selben Foto

Venussichel März 2017

Am 16.3.2017 beobachtete ich die Venussichel mit meinem Sky-Watcher Heritage P130-Teleskop (4,5") und benutzte ein 16 mm und ein 4 mm UWA-Okular. Die ausgewählten Fotos sind 100%-Ausschnitte. Die Fotos wurden mit der Richoh GR aufgenommen (1:50-Methode).

16 mm UWA-Okular (gut 40 x)

4 mm UWA-Okular (gut 160 x)

4 mm UWA-Okular (gut 160 x)

Fotos mit fest montierter Kamera (Ricoh GXR)

Siehe meine Fotoversuche mit fest montierter Kamera auf den Seiten:

 

Fazit

Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Heritage P130-Teleskop (im Februar 2010 erworben) sind ermutigend. Mondfotos werden erfreulich scharf, und die Planeten Venu, Jupiter und Saturn sind in ihren Details (Sichel, Streifen, Ring) gut zu erkennen (die Cassini-Teilung ist nicht zu erkennen, vielleicht ist die Luftunruhe zu hoch). Letzteres gilt, nachdem ich versucht habe das Teleskop zu justieren, was ich erst längere Zeit nach dem Kauf gemacht habe. Offensichtlich bewährt sich der parabolische Spiegel.

Seit ich die Sky-Watcher Star Discovery AZ GoTo Montierung erworben habe (Juli 2016), kann ich den Tubus auch als GoTo-Teleskop, vor allem für Deep-Sky-Objekte, verwenden. Hier stehe ich aber noch ganz am Anfang und kann noch nichts darüber berichten.

Zwei Dinge gefallen mir nicht an diesem Teleskop:

Jedesmal, wenn man die Schärfe ändert und das Okular drehen muss, gerät alles ins Zittern. Das ist sehr lästig. Leider scheint es nicht möglich, den Okularauszug durch einen anderen, besseren zu ersetzen. Diese beiden Punkte wurden auch von anderen Besitzern angesprochen (s.u.).

Die Qualität der Okulare wird auch sehr unterschiedlich beurteilt. Die meistem finden das 25 mm-Okular (Kellner-Okular) akzeptabel, ich fand dagegen starke rote Farbsäume (bei Tageslicht). Andere halten das 10 mm-Okular für sehr mäßig. Ich finde, dass es zumindest weniger Farbsäume hat.

Vergleich mit Sky-Watcher Heritage 100P (Dobson)

Verglichen mit dem Heritage 100P ist dieses Teleskop eindeutig größer, schwerer und schwieriger zu handhaben - obwohl es als "Tisch-Dobson" immer noch leicht zu bedienen ist. Aber es erfordert mehr Aufwand und Mühe, es auf die Terasse oder den Balkon zu tragen und mit dem Beobachten zu beginnen. Ich nehme dieses Teleskop nicht in den Urlaub mit, höchstens mal zu Freunden und Verwandten oder wo wir nicht im Auto schlafen. Das P130 zittert auf seiner Montierung fast mehr als das leichte 100P - das liegt sicherlich am höheren Gewicht bei einarmiger Aufhängung.

Qualitativ hat das P130 aber die Nase deutlich vorn und vergrößert bei gleicher Okularbrennweite ungefähr 1,5 x so viel wie das 100P. Entsprechendes gilt für die verschiedenen "Maximalvergrößerungen" (siehe Basisdaten). Zudem ist es "richtig" kollimierbar (justierbar), beim 100P nur der Fangspiegel. Weil das 100P aber "schnell mal" herausgeholt werden kann, wird es deutlich öfter eingesetzt als das P130.

Vergleich mit Sky-Watcher-102 OTA (Maksutov-Cassegrain)

Im Sommer 2016 habe ich nach gutem Zureden eines Händlers ein Sky-Watcher Skymax-102 OTA, also einen Tubus, gekauft. Es ist ein Maksutov-Cassegrain-Teleskop mit etwa der gleichen Öffnung wie das Heritage 100P, direkt "passend" wäre das Skymax-127, aber doppelt so großer Brennweite und damit bei gleicher Okularbrennweite doppelt so hoher Vergrößerung. Beim Maximum kommt das P130 etwas höher: 220 x (Faktor 1,5) bzw. 260 x (Faktor 2) gegenüber 204 x (Faktor 2).

Mit meinen vorhandenen Okularen komme ich beim Heritage P130 bis 162,5 x (4 mm-Okular), beim Skymax-102 bis 186 x (7 mm-Okular ), was die förderliche Vergrößerung angeht. Beim 102 geht es auch über die förderliche Vergrößerung hinaus: das 6 mm-Okular erreicht bereits 217 x. Aber für gewisse Deep-Sky-Objekte könnte man laut Stoyan sogar bis 300 x gehen, sofern es das Seeing erlaubt. Das 4-mm-Okular erreicht 325 x beim 102, aber dann sieht das Bild für meinen Geschmack nicht mehr gut aus...

Das Heritage P130 hat, wie auch das 100P, gegenüber dem Skymax-102 den Vorteil des größeren Gesichtsfeldes und des "schnelleren" Öffnungsverhältnisses (1:5 gegen 1:12,75), wobei letzteres immer noch "schnell" ist und höhere Anforderungen an die Okulare stellt, aber inzwischen habe ich bessere Okulare in meiner Sammlung... Insofern sollte es besser geeignet sein für Deep-Sky-Beobachtungen, insbesondere solche ausgedehnterer Objekte. Für diesen Zweck habe ich es auch schon, mehr oder wenier erfolgreich, eingesetzt, aber ein direkter Vergleich an denselben Himmelsobjekten fehlt mir noch. Zu den Deep-Sky-Eigenschaften des Skymax-102 kann ich leider noch nichts sagen, während ich von denen des Meade ETX 90/EC grundweg enttäuscht war (ich konnte kaum die Andromeda-Galaxis erkennen; das mag aber auch an den Beobachtungsbedingungen gelegen haben...).

Ein Vergleich der Bildqualität am Tage zwischen Heritage P130 und Skymax-102 steht, ebenso wie ein vergleich bei Nach, noch aus...

 

Was andere sagen...

Eine kurze Beurteilung und erste Ergebnisse

Skywatcher Heritage 130P Flextube Dobsonian (Dodge, Stargazers Lounge, 2011-08-18): stargazerslounge.com/topic/113026-skywatcher-heritage-130p-flextube-dobsonian

Dies ist eine gute Beurteilung des Heritage P130, aus der ich einige Bemerkungen zitieren möchte (auf Englisch):

Ein anderer Diskussionsteilnehmenr (nick-named "Astronomical") schlug vor, Teflon-Band zu verwenden, um das Fokussieren gemeidiger zu machen. Dies schien für andere Teilnehmer zu funktionieren.

Mein Kommentar: Der Poster hat meiner Meinung nach die Schwächen des Teleskops gut benannt, die ungenaue Fokussierung und das Zittern des Teleskops bei Berührungen, das sehr störend sein kann. Über das schwache 10 mm-Okular kann man hinwegsehen, indem man sich ein besseres beschafft...

Warum ist das Skywatcher Heritage P130 nicht ideal für Astrophotographie? (Why isn't the skywatcher heritage 130p ideal for astrophotography?)

In astronomyforum.net (Registrierung erforderlich) wurde diese Frage gestellt (thread), und ich zitiere die Antworten, die "Super-Moderator" KeithBC darauf gab:

There are several reasons why it is not suitable for astrophotography:

  1. A Dobsonian mount (any alt-az mount, really) limits you to 30 seconds maximum exposure due to field rotation.
  2. It does not have tracking motors, which further limits you to less than 1 second exposure time.
  3. Newtonians are not generally able to focus a DSLR camera.

You can do planetary astrophotography (AP) without a tracking mount, though tracking will considerably improve the convenience. Planetary AP is usually done using video, at fast frame rates. You would be able to shoot a few seconds of video before the scope has to be repositioned.

You absolutely need tracking for imaging deep space objects, though. A tracking alt-az mount will allow exposures up to 30 seconds. To go beyond 30 seconds, you need a tracking equatorial mount. Deep space objects benefit from exposures that are several minutes long.

 

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17.03.2017