Sky-Watcher Heritage 100P Informationen (4"-Dobson)

Aussehen | Basisdaten | Einige Fotoversuche | Besuchte Himmelsobjekte | Vorläufiges Fazit | Links

Auf dieser Seite stelle ich einige Informationen zu meinem neuesten Reise-Teleskop (Dobson) zusammen (Anfang Juli 2015 erworben). Es hat den langen Namen Sky-Watcher Dobson Telescope Heritage 100P.

Dieses Teleskop ist dem Orion SkyScanner 100mm Newton Spiegelteleskop sehr ähnlich (oder sogar identisch mit ihm).

 

Aussehen

Auspacken und aufbauen

Umverpackung

Umverpackung und Verpackung des Heritage 100P

Verpackung des Heritage 100P

Dito

Dito

Geöffnete Verpackung

Dito

Packungsinhalt

Dito, Tubus verkehrt herum...

Teleskop zusammengebaut und richtig herum

Dito

Blick in das Teleskop

Zubehör: 10mm und 25mm Okulare; 2 x Barlow-Linse; Lichtpunktsucher

Vergleich mit Heritage P130 und Heritage 76

Auf Omegon mini Dobson-Basis

100P auf Omegon-Basis umgesetzt (102 OTA auf 100P-Basis)

Omegon-Basis gedreht

Teleskope von vorn

Auf Star Discovery AZ GoTo-Montierung

Heritage 100P-Tubus auf der Montierung (Gesamtsicht)

Dito (Detail)

Heritage 100P-Tubus auf der Montierung, andere Seite (Gesamtsicht)

Dito (Detail)

 

Basisdaten des Sky-Watcher Dobson Teleskops Heritage 100P (im Vergleich)

Teleskop
Meade
Sky-Watcher Skymax/Heritage/Explorer
GSO
8" 10" 12" ETX 90EC 102 76 100P 114P P130 150PDS GSD 680
Optische Bauart Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Maksutov-Cassegrain Maksutov-Cassegrain Newton
(Sphärisch)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Newton
(Parabol.)
Hauptspiegel-Durchmesser 203 mm 254 mm 305 mm 96 mm (90 mm) 102 mm 76 mm (3") 100 mm (4") 114 mm (4,5") 130 mm (5") 150 mm (6") 200 mm (8")
Brennweite, Öffnungs-
verhältnis
1219 mm
f/6
1270 mm
f/5
1524 mm
f/5
1250 mm
f/13,8
1300 mm
f/12,7
300 mm
f/3,95
400 mm
f/4
500 mm
f/4,38
650 mm
f/5
750 mm
f/5
1200 mm
f/6
Auflösungs-
vermögen
0,56" 0,45" 0,38" 1,3" 1,15" 1,51" 1,15" 1,01" 0,9" 0,77" 0,58"
Visuelle stellare Grenzgröße ca. 14 mag ca. 14,5 mag ca. 15 mag 11,7 mag 12,7 mag 11,2 mag 11,8 mag 12,1 mag 13,3 mag 12,7 mag 14,5 mag
Lichtsammelleistung 841 1316,7 1898,5 165,3 212,3 117,9 204,1 265,2 344,9 459,2 816,3
Empfohlene
Maximal-
Vergrößerung
ca. 550 x ca. 600 x ca. 700 x 325 x 204 x ca. 100 x (152 x) 150 x (200 x) 170 x (228 x) ca. 195/220 x (260 x) ca. 225 x (300 x) ca. 300 x (400 x)
Abmessungen Teleskoptubus (Durchm. x Länge) 28 cm x 115 cm 35 cm x 119 cm 40 cm x 144 cm 10,4 cm x 27,9 cm 10,4 x 27 cm n.a. 11,5 cm x 37 cm* n.a. Länge zu-
sammen-
geschoben < 37 cm (14,5")
18,2 cm x 69 cm
18 cm x 68 cm*
23 cm x 115 cm
Nettogewicht Basis 9 kg 12,2 kg 15 kg n.a. --- n.a. 1,3 kg* 1,6 kg 3,1 kg* --- 11,2 kg
Nettogewicht
optischer Tubus
10,9 kg 17,2 kg 21,3 kg n.a. 1,9 kg n.a. 1,2 kg*
3,7 kg
3,25 kg* 5,0/6,0 kg
5,5 kg*
9,5 kg
Nettogewicht gesamt 3,5 kg 1,75 kg 2,5*/2,8 kg 5,3 kg < 6,5 kg ca. 21 kg

Dunkelblau: Teleskope in aktuellem Besitz; kursiv und dunkelrot: Teleskope, die ich besaß; schwarz: zum Vergleich; *) selbst gemessen

 

Einige Fotoversuche

Mit diesem Teleskop habe ich bisher nur Venus, Mond und Sonne fotografiert, wobei letztere auch vom Merkur "durchquert" wurde (2016).

Mondfotos 2015

Siehe die Fotos in größer auf Seite Mondfotos mit Heritage 100P - 2015.

Hier sind einige Beispiele vom Juli 2015 nachdem ich das Teleskop justiert hatte (Leica X Vario ans Okular gehalten):

              

Und hier folgen einige Ausschnitte aus den Fotos:

    

Ausschnitt aus dem ersten Foto (gedreht)

 

Ausschnitt aus dem dritten Foto (gedreht)

 

Zwei etwas größere Versionen vom selben Abend (in der Kamera gedreht)

 

Ausschnitt aus dem Foto mittlere Reihe rechts

 

Noch größerer Ausschnitt aus demselben Foto

Mondfotos 2016

Siehe die Fotos und eine Vergrößerung auch auf Seite Mondfotos mit Heritage 100P - 2016.

Bei den folgenden Mond-Versuchen habe ich die Leica X Vario fest am 32mm-Okular montiert (Projektionsmethode). Die Teleskopvergrößerung war nur 12,5-fach, das Objektiv der Kamera war auf 70mm (46mm) eingestellt (glaube ich...).

         

Vergrößerte Ausschnitte:

         

Sonnenfleck 2016

Siehe dazu die Seite Sonnenfleck 2016 mit mehr Fotos.

         

Das 32 mm-Okular erlaubte es, die ganze Sonne aufzunehmen

  Ausschnitt mit 16 mm-Okular (100%)
     
Ausschnitt mit 6 mm-Okular (100%)   Weiterer Ausschnitt mit 6 mm-Okular (100%)   Weiterer Ausschnitt mit 16 mm-Okular (100%)

Merkurdurchgang 2016

Siehe dazu die Seite Merkurdurchgang 2016 mit mehr Fotos und ausführlicheren Informationen.

Hier nur einige Fotos von der Eintrittsphase, auch als vergrößerter Ausschnitt (mit 32 mm-Okular und fest ans Okular montierter Leica X Vario aufgenommen):

         

ca. 13:15 Uhr

  ca. 13:17 Uhr  

ca. 13:21 Uhr

   

Ausschnitt aus dem Foto darüber

 

Dito

 

Dito

Venussichel 2017

Am 11. März 2017 habe ich mit dem Heritage 100P und der Ricoh GR Fotos der Venussichel versucht, von denen ich die besten hier zeige:

 

Mondfotos 2017

Am 3. Mai 2017 habe ich mit dem Heritage 100P und der Ricoh GR Fotos des Mondes versucht, von denen ich die besten hier zeige:

7 mm-Okular (57 x)

   
    

2000 Pixel-Version

 

2000 Pixel-Version

 

2000 Pixel-Version

 

2000 Pixel-Version

4 mm-Okular (100 x)

   
 

1600 Pixel-Version - 3200 Pixel-Version

 

1600 Pixel-Version - 3200 Pixel-Version

Jupiterfotos 2017

Am 3. Mai 2017 habe ich mit dem Heritage 100P und der Ricoh GR Fotos von Jupiter mit seinen Monden versucht, von denen ich die besten hier zeige:

         

1200 Pixel-Version

 

1200 Pixel-Version

 

1200 Pixel-Version

 

Besuchte Himmelsobjekte

Bisher habe ich die folgenden Himmelsobjekte mit dem Sky-Watcher Heritage 100P besucht (und dokumentiert...):

Diese Liste ist vermutlich unvollständig, weil ich meine Beobachtungen nicht gut dokumentiert habe. Aber sie zeigt zumindest, welche Objekte mit diesem Teleskop gefunden werden können.

 

Vorläufiges Fazit

Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Heritage 100P-Teleskop (Anfang Juli 2015 erworben) sind ermutigend. Ich habe es als Teleskop für die schnelle Beobachtung und für die Reise gekauft, und diese Aufgaben erfüllt es gut. Die Bildqualität ist erstaunlich gut für solch ein kleines und billiges Teleskop. Die Planeten Venus, Jupiter und Saturn sind in ihren Details (Sichel, Streifen, Ring; die Cassini-Teilung ist nicht zu erkennen, vielleicht ist die Luftunruhe zu hoch, vielleicht reicht aber auch die Vergrößerung nicht aus) gut zu erkennen - fast so gut wie beim Heritage P130. Aber Planeten sind wegen der geringen Vergrößerungen schon recht winzig. Das gilt, nachdem ich versucht habe das Teleskop zu justieren, was ich bereits kurz nach dem Kauf gemacht habe. Offensichtlich bewährt sich der parabolische Spiegel.

Fotoversuche (Mond, Sonnenfleck Merkurdurchgang, Deep-Sky-Objekte)

Ende Juli 2015 habe ich erste Fotoversuche am dem Mond gemacht. Die 1:50-Methode (Kamera ans Okular gehalten) ist nervenaufreibend und benötigt viele Versuche, aber die Ergebnisse sind ganz in Ordnung. Allerdings gelang es mir, wie auch bei anderen Versuchen, nicht, eine gleichmäßige Schärfe über das Bild zu erreichen. Im April 2016 habe ich noch einmal Mondfotos aufgenommen, aber mit der Projektionsmethode. Wegen des verwendeten 32 mm-Objektivs war die Vergrößerung geringer, aber die Schärfe scheint dank der festen Montage gleichmäßiger zu sein.

Im Mai 2016 habe ich das 100P benutzt, um den Merkurdurchgang zu fotografieren, weil ich mein 8" GSD 680 leider nicht verwenden konnte; zuvor habe ich Testfotos mit Sonnenflecken gemacht. Der Merkur war zwar sehr klein, aber das Teleskop hat seinen Zweck gut erfüllt (ich habe verschiedene Okulare und natürlich einen Sonnenfilter verwendet).

Im Sommer/Herbst 2016 und Frühjahr 2017 habe ich auch Deep-Sky-Objekte mit dem Heritage 100P beoabachtet (siehe hier). Dabei saß es zum Teil auf seiner eigenen Dobson-Basis (vor allem im Urlaub), zum Teil auch auf der Star Discovery AZ GoTo-Montierung. Ich war erstaunt, wie viele Objekte ich damit finden konnte, auch wenn ich so manche Objekte leider nicht finden konnte...

Vergleich mit Sky-Watcher Heritage P130 (Dobson)

Gegenüber dem Heritage P130 gefällt vor allem das geringe Gewicht, das 100P kann noch als "Leichtgewicht" bezeichnet werden, die geringere Größe (für den Transport) und die einfacher zu handhabende Montierung (das Teleskop ist nicht so kopflastig und muss nicht immer wieder festgeschraubt werden).

Qualitativ hat das P130 aber die Nase deutlich vorn und vergrößert bei gleicher Okularbrennweite ungefähr 1,5 x so viel wie das 100P. Entsprechendes gilt für die verschiedenen "Maximalvergrößerungen" (siehe Basisdaten). Zudem ist es "richtig" kollimierbar (justierbar), beim 100P nur der Fangspiegel. Weil das 100P aber "schnell mal" herausgeholt werden kann, wurde es deutlich öfter eingesetzt als das P130, das ich Mitte April 2017 verschenkt habe.

Vergleich mit Sky-Watcher-102 OTA (Maksutov-Cassegrain)

Im Sommer 2016 habe ich nach gutem Zureden eines Händlers ein Sky-Watcher Skymax-102 OTA, also einen Tubus, gekauft. Es ist ein Maksutov-Cassegrain-Teleskop mit etwa der gleichen Öffnung wie das Heritage 100P (mit vielleicht etwas größerer Obstruktion), aber mehr als dreimal so großer Brennweite und damit bei gleicher Okularbrennweite mehr als dreimal so hoher Vergrößerung. Beim Maximum kommen beide auf etwa 200 x, jedenfalls wenn man beim Heritage mit einem Faktor von 2 x statt 1,5 x rechnet.

Ist das Heritage 100P nun überflüssig geworden? Was Sonne, Mond und Planetenbeobachtung angeht, denke ich, ja bzw. würde ich das Skymax vorziehen. Mit meinen vorhandenen Okularen komme ich beim Heritage 100P bis gerade einmal 100 x (4 mm-Okular), beim Skymax-102 komme ich bis weit über die förderliche Vergrößerung hinaus (das 7 mm-Okular erreicht 186 x, das 6 mm-Okular geht mit 217 x schon leicht über die förderlichen 204 x hinaus). Aber für gewisse Deep-Sky-Objekte könnte man laut Stoyan sogar bis 300 x gehen, sofern es das Seeing erlaubt. Das 4-mm-Okular erreicht 325 x, aber dann sieht das Bild für meinen Geschmack nicht mehr gut aus...

Das Heritage 100P hat gegenüber dem Skymax-102 den Vorteil des größeren Gesichtsfeldes und des "schnelleren" Öffnungsverhältnisses (1:4 gegen 1:12,75), wobei letzteres schon recht "schnell" ist und höhere Anforderungen an die Okulare stellt, aber inzwischen habe ich bessere Okulare in meiner Sammlung... Insofern sollte es besser geeignet sein für Deep-Sky-Beobachtungen, insbesondere solche ausgedehnterer Objekte. Für diesen Zweck habe ich es auch schon, mehr oder weniger erfolgreich, eingesetzt, aber ein direkter Vergleich an denselben Himmelsobjekten fehlt mir noch. Zu den Deep-Sky-Eigenschaften des Skymax-102 kann ich leider noch nichts sagen, während ich von denen des Meade ETX 90/EC grundweg enttäuscht war (ich konnte kaum die Andromeda-Galaxis erkennen; das mag aber auch an den Beobachtungsbedingungen gelegen haben...).

Ein Vergleich der Bildqualität am Tage zwischen Heritage 100P und Skymax-102 fiel zugunsten des letzteren aus; und das hatte der Händler, der mir das Skymax empfahl, auch so angedeutet. Das Heritage 100P zeigte Farbsäume, die das Skymax nicht zeigte, und das Bild erschien beim Skymax insgesamt kontrastreicher. Ein Vergleich bei Nacht steht noch aus...

Dies ist vielleicht ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen, wie man so sagt, aber ich bin zu dem vorläufigen Schluss gekommen, dass das eine das andere (oder ein ähnliches) nicht überflüssig machen muss.

Verwendung auf verschiedenen Basen

Das Heritage 100P hat seine eigene einfache Dobson-Basis, die ideal auf seine Größe zugeschnitten ist (siehe Fotos oben). Es ist allerdings wegen des hohen Schwerpunktes nicht allzu schwierig, die Basis umzuwerfen. Außerdem verwende ich das Heritage 100P auf der Omegon-Basis, die ich inzwischen in einen gebrauchsfähigen Zustand gebracht habe. Diese Basis ist allerdings noch viel leichter umzustoßen als die eigene, weil die Bodenplatte kleiner ist.

Und zuguterletzt verwende ich den 100P-Tubus auch auf meiner Star Discovery AZ GoTo-Montierung, vor allem um damit Deep-Sky-Objekte aufzusuchen. In den Urlaub nehme ich die GoTo-Steuerung jedoch nicht mit, und habe deshalb dann nur bei größeren/helleren Objekten Erfolg.

 

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05.05.2017