Deep-Sky-Sommer/Herbstbeobachtungen August/Oktober 2016

Rahmenbedingungen | Übersichtskarte | Deep-Sky-Objekte (siehe Liste unten) | Anmerkungen | Referenzen

Von August bis Oktober 2016 habe ich einfache "Deep-Sky-Sommer/Herbstbeobachtungen" unternommen, die vielleicht für andere Anfänger auch von Interesse sein könnten und deshalb hier beschrieben werden. Diese Seite dient aber in erster Linie der Vorbereitung auf entsprechende Beobachtungen im Sommer und Herbst 2017.

Liste der Objekte:

Die Beobachtungsobjekte habe ich größtenteils anhand meiner Literatur ausgewählt (siehe Referenzen).

Achtung: Dies ist mehr eine "Vorbereitungsseite" für Beobachtungen, die ich im Jahre 2017 durchzuführen hoffe. Ich liste hier schon einmal die wichtigsten Deep-Sky-Objekte auf, die ich aufsuchen möchte, und die ich schon versucht habe, zu beobachten, aber aus unterschiedlichen Gründen teilweise leider nicht gefunden habe.

 

Rahmenbedingungen

Himmelsbereich und Objekte

Ich habe mich zunächst auf den Himmelsbereich im Süden mit Herkules, Ophiuchus, Cygnus, Lyra... beschränkt. Später habe ich die Beobachtungen auch auf den Bereich zwischen Andromeda, Cassiopeia und Perseus sowie den Pegasus erweitert.

Kurzübersicht der Beobachtungsobjekte

DSO (Seite) Name Sternbild Bino* 100P 100P
GT
SM102
GT
P130
GT
GSD 680 Bemerkungen Skizze+
M 13 Herkulesnebel Hercules ja ja ja ja ja ja Paradeobjekt ja
M 92   Hercules ja ja ja ja ja ja schwieriger zu finden als M 13 ja
M 29   Cygnus                
NGC 6960/6992/5 Cirrus-/Schleiernebel Cygnus               Link
NGC 7000 Nordamerikanebel Cygnus               Link
M 27 Hantelnebel Cygnus             Nebel, aber keine Hantel gesehen Link
CR 399 Kleiderbügel Vulpecula             nicht gefunden  
M 57 Ringnebel Lyra nein     ja ja   Ring bestenfalls erahnt Link
M 56   Lyra             eine kleine Kugel...  
M 71   Sagitta             sehr lose Link
M 10   Ophiuchus       ja     schwacher Schimmer...  
M 12   Ophiuchus       ja     schwacher Schimmer...  
IC 4665   Ophiuchus       ja     nur relativ weit entfernte Sterne gesehen Link
NGC 6633   Ophiuchus             stand schon zu tief am Horizont  
M 5   Serpens Caput             stand schon zu tief am Horizont  
IC 4756   Serpens Cauda             wahrscheinlich nicht gefunden  
M 16/IC 4703 Adlernebel Serpens Cauda       ja     erschien als ein sehr weitläufiger offener Sternhaufen; Nebel IC 4703 nicht gesehen. Link
M 17 Omega-/Schwanennebel Sagittarius       ja     nur Sterne zu sehen, bestenfalls schwacher Schimmer zu erkennen Link
M 8/NGC 6530 Lagunennebel Sagittarius   ja   ja     nur Sterne gesehen, ggf. beim Lagunennebel auch etwas Schimmer... Link
M 20 Trifidnebel Sagittarius   ? ? ?     nicht gefunden Link
M 21, 23, 24   Sagittarius             nicht gesucht?  
M 11 Wildentenhaufen Scutum       ja ja   Sterne gesehen, darin Nebel Link
M 31 Andromeda-Galaxie Andromeda ja? ja ja   ja   im Nordosten; Schimmer, keine Details ja
NGC 884/869 Doppelsternhaufen Perseus ja ja         im Nordosten ja
M 15   Pegasus   ja            
M 103   Cassiopeia   ja         sah eher wie eine kleine Sterngruppe aus  
NGC 663   Cassiopeia   ja            
NGC 654   Cassiopeia             nicht gefunden  
NGC 457 Eulenhaufen, -nebel Cassiopeia             wohl nicht beobachtet Link
St 2 Muskelmännchen Cassiopeia             nicht beobachtet  

*) 8 x 20 Fernglas; +) Skizzen von Michael Vlasov, DeepSkyWatch.com

Beobachtungszeit

Die Beobachtungen begannen im August und endeten im frühen Oktober (von einer Ausnahme abgesehen); sie fanden nach Einbruch der Dunkelheit (die im Sommer recht spät einsetzt, oft erst nach 21 Uhr) und vor Mitternacht statt.

Verwendete Geräte

Ich habe alle meine Teleskope durchprobiert und, soweit möglich, auch auf der GoTo-Steuerung ausprobiert. Das war aber alles erst im Werden, so dass ich die Steuerung nicht oft verwendet habe. Dazu habe ich noch mein 10 x 20 Fernglas eingesetzt, das wahrlich kein Nachtglas ist. An Okularen habe ich alles Mögliche verwendet, aber bevorzugt meine UWA-Okulare (16 mm, 7 mm, 4 mm) sowie ein 32 mm-Plössl-Okular für maximalen Überblick.

Allgemeine Bedingungen

Generell ist der Himmel über Mühlhausen eher "lichtverschmutzt" und lädt nicht dazu gerade ein, nach Deep-Sky-Objekten zu suchen. Dies ist sicher mit ein Grund, warum ich einige der Deep-Sky-Objekte, die ich beobachten wollte, nur manchmal oder auch gar nicht gefunden habe. Weitere Beobachtungen fanden in Erkerode und später auch in Frankreich (Sumène, Haute Loire) statt. Oft war der Himmel eigentlich noch nicht dunkel genug für Seep-Sky-Objekte...

 

Übersichtskarte

Die folgende Karte zeigt in etwa den Himmelsbereich, den ich bei meinen Beobachtungen primär "abgegrast" habe:

Karte für größere Version anklicken - sie erscheint in einem neuen Fenster

Und hier der Himmelsbereich im Osten mit Cassiopeia, Perseus, Andromeda, Pegasus usw., den ich hauptsächlich in Frankreich beobachtet habe:

Karte für größere Version anklicken - sie erscheint in einem neuen Fenster

 

Hercules: M 13

Der Kugelsternhaufen M 13 im Sternbild Hercules/Herkules ist wohl der größte Kugelhaufen am Nordhimmel. Er befindet sich am rechten Rand derKeystone-Sterngruppe, des prominentesten Teiles des Sternbildes, ist etwas unrund und je nach Autor 8' oder 15' groß. Ich konnte den hellen Kern gut erkennen, aber keine Einzelsterne auflösen. Insgesamt ist dieser Sternhaufen jedoch ein leicht zu findendes Objekt, sogar im Feldstecher (zum Beispiel am 31.10.2016 im Fernglas in Mühlhausen/Kraichgau - aber nur schwach), jedenfalls, wenn man die Keystone-Sterngruppe gefunden hat.

M 13 liegt am rechten Rand der Keystone-Sterngruppe (1/3 von oben) und ist relativ leicht zu finden, wenn man erst ein mal das Keystone-Trapez gefunden hat.

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 sah (aber viel schwächer und kleiner als die Skizze):

Skizze des M 13-Nebels von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016) - gezeigt mit Erlaubnis des Autors

Ich habe M 13 Ende August viele Male mit dem Heritage 100P, Heritage P130 und GSD 680 in verschiedenen Vergrößerungen beobachtet. Am 1.9. habe ich ihn mit dem Heritage 100P, am 7.9. mit dem Skymax-102 und am 9.9. mit dem Heritage P130 auf der GoTo-Montierung in Mühlhausen/Kraichgau beobachtet. M 13 war mein Paradeobjekt (danach kam M 92); wenn ich anderes nicht finden konnte, M 13 klappte immer!

Ende September, Anfang Oktober 2016 habe ich M 13 mit dem Heritage 100P in verschiedenen Vergrößerungen und im Fernglas auch in Frankreich beobachtet (Sumène, Haute Loire).

 

Hercules: M 92

Der Kugelsternhaufen M 92 im Sternbild Herkules ist etwas kleiner (je nach Autor 7' oder 8' groß) als sein bekannterer "Bruder" M 13. Er befindet sich oberhalb des Keystone-Sternmusters, des prominentesten Teiles des Sternbildes, und war für mich deutlich schwerer aufzufinden als M 13. Ich konnte den hellen Kern gut erkennen - M 92 erscheint etwas konzentrierter im Zentrum als M 13 - aber keine Einzelsterne auflösen.

M 92 liegt oberhalb der Keystone-Sternengruppe und war für mich schwieriger zu finden als M 13. Zunächst den Keystone suchen!

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 sah (aber viel schwächer und kleiner als die Skizze):

Skizze des M 92-Kugelsternhaufens von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016) - gezeigt mit Erlaubnis des Autors

Ich habe M 92 Ende August viele Male mit dem Heritage 100P, Heritage P130 und GSD 680 in verschiedenen Vergrößerungen beobachtet. Am 1.9. habe ich ihn mit dem Heritage 100P, am 7.9. mit dem Skymax-102 und am 6.9. und 9.9. mit dem Heritage P130 auf der GoTo-Montierung in Mühlhausen/Kraichgau beobachtet.

Ende September, Anfang Oktober 2016 habe ich M 92 mit dem Heritage 100P in verschiedenen Vergrößerungen und im Fernglas auch in Frankreich beobachtet (Sumène, Haute Loire).

 

Cygnus: M 29

Der offene Sternhaufen M 29 in Cygnus/Schwan zeigt nur wenige Sterne.

Überblickskarte für M 29, M 27, NGC 6960/6992/5, NGC 7000, CR 399, M 57, M 56 und M 71

Der offene Sternhaufen M 29 in Cygnus/Schwan zeigte auch bei mir nur wenige Sterne - wie es bei Karkoschka steht… Ort, Zeit und Teleskop sind unbekannt/vergessen.

 

Cygnus: NGC 6960/6992/5

Der planetarische Nebel NGC 6960/6992/5, auch Cirrusnebel oder Schleiernebel genannt, liegt ebenfalls im Sternbild Cygnus/Schwan.

Karte siehe M 29

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 beobachten wollte: Skizze des Cirrus/Schleier-Nebels (NGC 6960/6992/5) von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Ich sah leider gar nichts. Ort, Zeit und Teleskop sind unbekannt/vergessen.

 

Cygnus: NGC 7000

Der galaktische Emissionsnebel NGC 7000, auch Nordamerikanebel genannt, liegt ebenfalls im Sternbild Cygnus/Schwan.

Karte siehe M 29

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 hätte sehen sollen: Skizze des Nordamerika-Nebels (NGC 7000) von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Ich sah leider gar nichts. Ort, Zeit und Teleskop sind unbekannt/vergessen.

 

Vulpecula: M 27

Der planetarische Nebel M 27, wegen seiner Form Hantelnebel genannt, liegt ebenfalls im Sternbild Cygnus/Schwan. Er gilt laut Stoyan als eines der schönsten Nebelobjekte für Teleskopbeobachter.

Karte siehe M 29

Ich sah leider nur einen Schimmer, konnte aber keine Hantelform erkennen. Ort, Zeit und Teleskop sind unbekannt (vergessen).

 

Vulpecula: CR 399

Das Sternmuster CR 399 liegt im Sternbild Vulpecula/Füchschen. Wegen seiner Form wird er auch Kleiderbügel genannt.

Karte siehe M 29

Ich habe dem Kleiderbügel leider nicht gefunden. Ort, Zeit und Teleskop sind unbekannt (vergessen).

 

Lyra: M 57

Der Ringnebel M 57 im Sternbild Lyra/Leier ist ein planetarischer Nebel und ein interessantes Objekt, weil man unter günstigen Sichtbedingungen einen Ring erkennen kann.

Karte siehe M 29

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 gesehen habe: Skizze von M 57 (Ringnebel) von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Ich habe ihn in Mühlhausen/Kraichgau am 7.9.2016 mit dem Skymax-102 und am 9.9.2016 mit dem Heritage P130, beide Male auf der GoTo-Montierung beobachtet. Der Nebel war klein und schwach, und der Ring bei höherer Vergrößerung bestenfalls zu erahnen.

In Frankreich (Sumène, Haute Loire) habe ich den Ringnebel Ende September/Anfang Oktober mit dem Heritage 100P trotz mehrmaliger Versuche nicht gefunden.

 

Lyra: M 56

Der Kugelsternhaufen M 56 im Sternbild Lyra/Leier ist schwerer zu finden als etwa die Kugelsternhaufen M 92 oder gar M 13.

Karte siehe M 29

Ich habe ihn in Mühlhausen/Kraichgau beobachtet (Zeit und Teleskop sind unbekannt/vergessen). Es war eine Kugel zu erkennen, aber sie erschien deutlich kleiner als M 13 und M 92.

In Frankreich (Sumène, Haute Loire) habe ich M 56 Ende September/Anfang Oktober mit dem Heritage 100P trotz mehrmaliger Versuche nicht gefunden.

 

Sagitta: M 71

Der Kugelsternhaufen M 71 im Sternbild Sagitta/Pfeil ist Stoyan zufolge ein ungewöhnlich loser Kugelsternhaufen.

Karte siehe M 29

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 sehen wollte: Skizze von M 71 von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

 

Ich weiß nicht mehr wann und wie ich M 71 beobachtet habe, erinnere aber noch, dass er sehr lose war …

 

Ophiuchus: M 10

Der Kugelsternhaufen M 10 steht im Sternbild Ophiuchus/Schlangenträger nicht weit entfernt vom Kugelsternhaufen M 12. Stoyan zufolge ist es reizvoll, beide kurz nacheinander zu beobachten und zu vergleichen.

M 10 im Zentrum des Schlangenträgers/Ophiuchus liegt links von M 12

Am 7.9.2016 in Mühlhausen/Kraichgau mit dem Skymax-102 auf GoTo-Montierung beobachtet, schwacher Schimmer.

 

Ophiuchus: M 12

Der Kugelsternhaufen M 12 steht im Sternbild Ophiuchus/Schlangenträger nicht weit entfernt vom Kugelsternhaufen M 10. Stoyan zufolge ist es reizvoll, beide kurz nacheinander zu beobachten und zu vergleichen.

Karte siehe M 10

Am 7.9.2016 in Mühlhausen/Kraichgau mit dem Skymax-102 auf GoTo-Montierung beobachtet, schwacher Schimmer.

 

Ophiuchus: IC 4665

Der offene Sternhaufen IC 4665 im Sternbild Ophiuchus (Schlangenträger) ist laut Stoyan schon mit bloßem Auge als schwacher Schimmer zu sehen.

IC 4665 im Sternbild Ophiuchus (rechts) - NGC 6633 ist links davon

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 hätte sehen wollen/sollen: Skizze von IC 4665 von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Am 7.9.2016 habe ich IC 4665 in Mühlhausen/Kraichgau mit dem Skymax-102 auf GoTo-Montierung beobachtet. Ich habe nur relativ weit entfernte Sterne gesehen.

 

Ophiuchus: NGC 6633

Der offene Sternhaufen NGC 6633 im Sternbild Ophiuchus kann laut Stoyan bereits mit bloßem Auge gesehen werden. Stoyan reiht ihn sogar zwischen M 11 und M 16 ein.

Karte siehe IC 4665

Ich habe NGC 6633 am 9.9.2016 mit dem Heritage P130 auf der GoTo-Montierung gesucht, aber nicht gefunden, weil er bereits zu tief am Horizont stand.

 

Serpens Caput: M 5

Der Kugelsternhaufen M 5 im Sternbild Serpens Caput (Kopf der Schlange) ist fast so hell wie M 13 im Herkules.

M 5 in Serpens Caput (Kopf der Schlange)

Ich habe M 5 in Mühlhausen/Kraichgau am 7.9.2016 mit dem Skymax-102 und am 9.9.2016 mit dem Heritage P130 angefahren, beide auf der GoTo-Montierung, aber nicht gefunden. Vermutlich stand M 5 zu tief (eigentlich ein Frühlings-Objekt) und war von einem Baum verdeckt.

 

Serpens Cauda: IC 4756

Der offene Sternhaufen IC 4756 im Sternbild Serpens Cauda (Schwanz der Schlange) besteht laut Karkoschka aus wenigen, unauffällig verstreuten Sternen und ist eher ein Objekt für das Opern- oder Fernglas. Stoyan bezeichnet ihn als "sehr locker" aber auch als "gut abgegrenzt".

IC 4756 (Mitte oben) gehört zwar zum Sternbild Serpens Cauda, liegt aber in der Nähe des Adlers und oberhalb des Schildes. M 16 (rechts unten) gehört auch zum Sternbild Serpens Cauda, liegt aber nahe am Schild/Scutum.

Anscheinend nicht gefunden (Herbst 2016)

 

Serpens Cauda: M 16 + IC 4703

M 16 (NGC 6611) gilt laut Stoyan als der schönste offene Sternhaufen in der Schlange (Serpens Cauda/Schwanz der Schlange). Meist wird er aber nach dem galaktischen Nebel IC 4703, dem Adlernebel, in dem er sich befindet, einfach Adlernebel genannt. Doch eigentlich handelt es sich um zwei verschiedene Objekte.

M 16 (Mitte) gehört zwar zum Sternbild Serpens Cauda, liegt aber nahe am Schild/Scutum. Alle weiteren Objekte gehören entweder zum Scutum/Schild (M 11) oder zum Sagittarius/Schützen (M 8, M 17, M 20, M 21, M 23, M 24).

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 sah: Skizze des M 16-Nebels von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Am 7.9.2016 habe ich M 16 mit dem Skymax-102 auf der GoTo-Montierung in Mühlhausen/Kraichgau beobachtet. Er erschien als ein sehr weitläufiger offener Sternhaufen. Den Nebel IC 4703, d.h. den Adlernebel, in den M 16 eingebettet ist, habe ich nicht gesehen.

 

Sagittarius: M 17

M 17 (NGC 6618) ist ein galaktischer Emissionsnebel im Sternbild Sagittarius/Schütze, der laut Stoyan von vielen Beobachtern zu den besten Nebels dieser Art gezählt wird. Der Name Schwanennebel beschreibt seine Form im umkehrenden Fernrohr, aber der auf William Herrschel zurückgehende Name Omeganebel scheint der gebräuchlichere zu sein.

Karte siehe M 16

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 hätte sehen sollen: Skizze des M 17-Nebels von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Am 7.9.2016 habe ich M 17 mit dem Skymax-102 auf der GoTo-Montierung in Mühlhausen/Kraichgau beobachtet. Es waren nur Sterne zu sehen, bestenfalls schwacher Schimmer war zu erkennen…

 

Sagittarius: M8 (NGC 6530)

Eigentlich ist laut Stoyan der offene Sternhaufen NGC 6530 im Sagittarius/Schützen das Objekt, dass Messier als M 8 beschrieben hat. Heute wird darunter aber der galaktische Emissionsnebel NGC 6523 verstanden, den Messier als eigenes Objekt beschrieben hat. Ich folge Stoyan und beschreibe beide als M 8. Stoyan zufolge sind der Lagunennebel als hellster Nebel und der in ihm eingebettete hellste offene Sternhaufen "zu dem großartigsten Feld im Schützen vereint". Leider habe ich nicht viel davon erkennen können...

Karte siehe M 16

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 hätte sehen sollen: Skizze des M 8-Nebels von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Vermutlich habe ich M 8 mit dem Heritage 100P bereits Ende August in Erkerode gesehen. Anfang September habe ich ihn in Mühlhausen/Kraichgau noch einmal mit dem Skymax-102 auf der GoTo-Montierung gefunden. Eigentlich habe ich nur Sterne gesehen, ggf. beim Lagunennebel auch etwas Schimmer...

 

Sagittarius: M 20

Der galaktische Emissionsnebels M 20 liegt im Sternbild Sagittarius/Schütze und heißt Trifidnebel, weil er "dreigeteilt" ist. Die meisten Beobachter sind aber laut Stoyan enttäuscht, wenn sie ihn zum ersten Male sehen, weil bereits geringe Lichtverschutzung den Nebel unsichtbar machen kann.

Karte siehe M 16

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 hätte sehen wollen/sollen: Skizze von M 20 (Trifidnebel) von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Beobachtungsversuche fanden Ende August in Erkerode (Heritage 100P) und Anfang September in Mühlhausen/Kraichgau statt (Heritage 100P und Heritage P130, beide auf GoTo-Montierung). Eigentlich habe ich nur Sterne gesehen, einen "Fund" würde ich das nicht nennen wollen....

 

Sagittarius: M 21, M 23, M 24 (Kleine Sagittariuswolke)

Karte siehe M 16

Falls ich diese Objekte gesucht haben sollte, Details habe ich dazu keine, habe ich wohl nichts erkannt...

 

Scutum: M 11

Der Kugelsternhaufen M 11 (NGC6705), Wildentenhaufen genannt, im Sternbild Scutum (Schild) wird laut Stoyan für den schönsten seiner Art gehalten, der von Mitteleuropa aus sichtbar ist.

Karte siehe M 16

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 hätte sehen sollen: Skizze des M 11-Sternhaufens von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

In Mühlhausen/Kraichgau am 7.9.2016 mit dem Skymax-102 und am 9.9.2016 mit dem Heritage P130 beobachtet, beide auf GoTo-Montierung. Sterne gesehen, darin Nebel.

 

Andromeda: M 31

Die Andromeda-Galaxie M 31 in der Andromeda, aber eher zwischen Andromeda und Cassiopeia gelegen, ist unsere Nachbar-Galaxie und etwa 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Weil man sie unter guten Bedingungen mit bloßem Auge erkennen können soll, was mir noch nie geglückt ist, ist sie das am weitesten weg gelegene Himmelsobjekt, das wir mit bloßem Auge sehen können. Sie ist im Fernglas und im kleinen Teleskop als diffus schimmerndes längliches Oval zu sehen - und mehr habe ich bisher auch noch nicht erkennen können, obwohl man eigentlich die beiden kleinen Galaxien M 32 (wie ein Stern) und M 110 im kleinen Teleskop erkennen können sollte. Mit anderen Worten, die Lichtverschmutzung ist in Mühlhausen im Kraichgau ziemlich hoch...

Andromeda-Galaxie M 31 und Doppelsternhaufen NGC 884/869 im Perseus

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich sah (aber viel schwächer als die Skizze):

Skizze der Andromeda- Galaxie von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016) - gezeigt mit Erlaubnis des Autors

Anfang September in Mühlhausen/Kraichgau: am 3.9. mit dem Heritage 100P, am 6.9 mit GoTo und Heritage 100P und am 9.9. mit GoTo und Heritage P130 beobachtet: Diffuser Schimmer, keine Details

Ende September, Anfang Oktober in Frankreich (Sumène, Haute Loire): Mit dem Heritage 100P in verschiedenen Vergrößerungen und mit dem Fernglas beobachtet, aber keine Details gesehen.

 

Perseus: NGC884/NGC 869

Der offene Doppelsternhaufen NGC 884/869 im Sternbild Perseus gilt als ein Höhepunkt ersten Ranges, deshalb hat er bei Stoyan auch eine 5-Sterne-Bewertung erhalten. Angeblich soll er mit bloßem Auge zu sehen sein, aber das kann ich nicht bestätigen. In einem kleinen Fernglas ist er allerdings schon gut zu sehen - vor allem auch als Doppelhaufen.

Karte siehe M 31

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich sah (aber viel schwächer als die Skizze):

Skizze des NGC 884/869 Doppelsternhaufens von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016) - gezeigt mit Erlaubnis des Autors

In Frankreich (Sumène, Haute Loire) Anfang Oktober mit dem Heritage 100P in verschiedenen Vergrößerungen und im Fernglas gesehen (beide zusammen bei geringerer Vergrößerung und einzeln bei höherer Vergrößerung)

 

Pegasus: M 15

M 15 (NGC 7078) ist ein Kugelsternhaufen, der sich im Sternbild Pegasus befindet. Zusammen mit M 13, M 5 und M 3 wird er zu den "fantastischen Vier" der Kugelsternhaufen am Nordhimmel gezählt (Stoyan). Angeblich bester Kugelsternhaufen im Herbst.

M 15 im Pegasus

In Frankreich (St. Julien Chapteuil, Haute Loire) Anfang Oktober 2016 mit Heritage 100P in verschiedenen Vergrößerungen (bis 100 x) beobachtet (zuerst nicht gefunden).

In Mühlhausen/Kraichgau am 31.10.2016 mit Heritage 100P gefunden - mit 16 mm-, 7mm-, und 4mm-Okular (= bis 100 x); im Fernglas nicht gefunden.

 

Cassiopeia: M 103

Der offene Sternhaufen M 103 im Sternbild Cassiopeia hat es zu Stoyans Verwunderung von als einziger Sternhaufen des beeindruckenden Sternfeldes in der Cassiopeia (M 103, NGC 457, NGC 654, NGC 663) in die Messier-Liste geschafft.

M 103, links daneben NGC 654 und NGC 663, rechts davon NGC 457 (Eulenhaufen). Zur Orientierung noch die Andromeda-Galaxie M 31 sowie der Doppelsternhaufen im Perseus NGC 884/869, darüber St 2, das laut Stoyan als "Pflicht" für kleineTeleskope gilt.

In Frankreich (Sumène, Haute Loire) Anfang Oktober mit dem Heritage 100P in verschiedenen Vergrößerungen wohl gesehen - es sah aber eher wie ein kleines Sternenmuster aus...

 

Cassiopeia: NGC 663 / NGC 654

Der offene Sternhaufen NGC 663 im Sternbild Cassiopeia steht nahe beim offenen Sternhaufen NGC 654, und laut Stoyan ist es interessant, beide, je nach Teleskop, gemeinsam oder im Wechsel zu beobachten.

Karte siehe M 103

In Frankreich (Sumène, Haute Loire) Anfang Oktober mit dem Heritage 100P in verschiedenen Vergrößerungen wohl gesehen; NGC 654 wohl nicht gesehen...

 

Cassiopeia: NGC 457

Der offene Sternhaufen NGC 457 im Sternbild Cassiopeia verdakte seinen Namen Eulenhaufen/-nebel seiner charakteristischen Form.

Karte siehe M 103

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich eventuell im Sommer/Herbst 2016 sehen wollte: Skizze des NGC 457-Nebels von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Wahrscheinlich nicht beobachtet, aber als Anregung für weitere Beobachtungen mit aufgeführt.

 

Cassiopeia: St 2

Der offene Sternhaufen St 2 im Sternbild Cassiopeia verdakte seinen Namen Muskelmännchen seiner charakteristischen Form und ist laut Stoyan "Pflicht" für kleine Teleskope. Er kann bei geringer Vergrößerung oder im Fernglas auch zusammmen mit dem Doppelsternhaufen im Perseus beobachtet werden.

Karte siehe M 103

Nicht beobachtet, aber als Anregung für weitere Beobachtungen mit aufgeführt.

 

Anmerkungen

Vorbereitung

Bei der Suche nach Deep-Sky-Objekten ist eine gute Vorbereitung wichtig - das liest man, und ich kann es auch bestätigen. "Gute Vorbereitung" heißt im wesentlichen, sich eine Liste der Objekte zusammenzustellen, die man beoabachten möchte - und dazu Hinweise, wo und wie die Objekte zu finden sind.

Ist es das oder ist es das nicht?

Wenn man sein Teleskop mit Hilfe des Leuchtpunktsuchers in etwa auf die gewünschte Himmelsgegend ausgerichtet hat, ins Okular schaut und nichts oder nur "Nebulöses", aber nicht ungedingt nebelartiges sieht, stellt sich natürlich die Frage: Ist der Himmel zu lichtverschmutzt, als dass man das Objekt erkennen kann oder hat man das Objekt nicht korrekt angefahren? Diese Frage habe ich bei manchen Objekten auch nach mehrmaligen Versuchen "von Hand" nicht klären können.

Mit meiner Sky-Watcher Synscan AZ GoTo-Steuerung habe ich nun die Möglichkeit, Himmelsobjekte korrekt anzufahren (das klappt auch nicht immer...). Wenn ich dann trotzdem nichts im Okular erkennen sollte, ist halt mit diesem Teleskop unter den gegebenen Bedingungen "nicht mehr drin"...

 

Referenzen

Alle Sternkarten wurden mit SkySafari Plus für Apple Macintosh erzeugt.

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18.03.2017