Atik Infinity Colour-Kamera - Informationen

Aussehen | Aussehen mit verschiedenen Teleskopen | Basisdaten | Erste Fotoversuche | Besuchte Himmelsobjekte | Vorläufiges Fazit | Links

In Arbeit

Auf dieser Seite stelle ich einige Informationen zu meiner Atik Infinity Colour*-Kamera zusammen (am 25. November 2017 als Gebrauchtkauf erhalten). Bisher konnte ich sie allerdings erst einmal verwenden...

Siehe auch Atik Infinity Colour-Kamera - Erfahrungen.

Anmerkungen

Die Atik Infinity Colour-Kamera wird original mit folgendem Zubehör verkauft:

Ich habe die Kamera bei Teleskop-Leasing gebraucht erworben, anstatt sie zunächst zu leasen. Mitgeliefert wurde noch ein Adapterkabel für die Stromversorgung. Damit wird das Problem adressiert, dass sich das Stromversorgungskabel leicht von der Kamera löst. Ich bin gespannt, ob mit dem Adapter Unterbrechungen der Stromversorgung verhindert werden können!

Die Basisdaten stammen von der Atik-Website.

*) Normalerweise würde ich "Color" schreiben, weil ich versuche, Amerikanisches Englisch zu verwenden, aber Atik ist eine britische Firma und entsprechend heißt sie "Colour"...

 

Aussehen

Auspacken...

Hinweis: Dies ist eine gebrauchte Kamera. Deshalb können die Teile in der Verpackung auch in einer anderen Reihenfolge liegen...

Verpackung und Lieferschein

Verpackung geöffnet, Kamerakarton und Schnellstart-Anleitung nach oben geholt

Dito

Kamerakarton und Schnellstart-Anleitung

Karton geöffnet, die Packliste liegt oben

Dann kommen Software CD und Quickstart Guide

Nach dem Abnehmen des Plastikschutzes kommt die Kamera zum Vorschein

Blick auf Kamera und Kabel (ohne originale Tüten...)

Alles ausgepackt; rechts unten der zusätzliche Adapter zum Festschrauben des Stromversorgungskabels

 

Alles ohne Karton...

 

Aussehen der Kamera

Größenvergleich mit Sony RX100 M1

Sony RX100 M1 und Atik Infinity

Dito

Dito

Adapterkabel für das Stromversorgungskabel

Das Adapterkabel kann am Stecker für die Stromversorgung festgeschraubt werden. Der Stecker des Stromversorgungskabels sitzt dageben recht wackelig im Anschluß für die Stromversorgung und kann leicht aus Versehen gelöst werden.

Teleskop-Leasing hat das Adapterkabel für das Stromversorgungskabel dem Paket hinzugefügt und begegnet so der häufig geäußerten Kritik, dass sich das Stromversorgungskabel leicht löst, wenn die Kamera durch die Montierung bewegt und somit die Aufnahme unterbrochen wird. Ich verstehe nicht, dass Atik die Kamera nicht mit einem Stromversorgungskabel liefern kann, das sich festschrauben läßt. Dabei ist das wahrscheinlich eine Sache von Pennies ...

Wegen der Länge des Steckers des Stomversorgungskabels sitzt dieser dagegen fest im Gegenstecker des Adapterkabels. Hier muss man nicht befürchten, dass sich die Verbindung lösen kann.

 

Aussehen mit verschiedenen Teleskopen

Heritage 100P auf Star Discovery AZ GoTo-Montierung

Die Atik Infinity-Kamera läßt sich, rein technisch gesehen, am Heritage 100P betreiben. Mit der Kamera allein kann ich zwar nicht in den Fokus gelangen, aber mit einer Barlow-Linse oder einem Fokal Extender ist dies möglich (2-fach-Versionen getestet; nicht gezeigt).

Ansicht der vollständigen Ausrüstung einschließlich PowerPack (für die Montierung und die Kamera) und Laptop-Computer (für die Atik Infinity-Software)

Explorer 150PDS auf Star Discovery AZ GoTo-Montierung

Oben links und Mitte Ansicht der vollständigen Ausrüstung einschließlich PowerPack (für die Montierung und die Kamera) und Laptop-Computer (für die Atik Infinity-Software)

 

Basisdaten der Atik Infinity

Winkelauflösung

Winkelauflösung der Atik Infinity-Kamera pro Pixel:

Tabelle

   
Winkelauflösung der Atik Infinity-Kamera
Teleskop-Beispiele
Brennweite
1 Pixel

Sensor (Sec)

Sensor (Min)
Sensor (Grad)
Heritage 100P
400
3,33
4630,61
77,18
1,29
Heritage P130
650
2,05
2849,61
47,49
0,79
6" Newton, Explorer 150PDS
750
1,77
2469,66
41,16
0,69
6" Newton
900
1,48
2058,05
34,30
0,57
6"/8" Newton, GSD 680
1200
1,11
1543,54
25,73
0,43
Skymax-102
1300
1,02
1424,80
23,75
0,40
Skymax-127
1500
0,89
1234,83
20,58
0,34
Celestron C8 (ungefähr)
2000
0,67
926,12
15,44
0,26

kursiv: Nicht (oder nicht mehr) in meinem Besitz

 

Erste Fotoversuche

Erste Versuche

Die folgenden allerersten Fotos mit der Atik Infinity wurden mit dem Heritage 100P auf der Star Discovery GoTo-Montierung aufgenommen (29.11.2017). Dabei zeigte es sich, dass ich mit diesem Teleskop leider nicht in den Fokus gelangen kann.

    

M 57 (Ringnebel in Lyra/Leier), unbearbeite

 

M 57 (Ringnebel in Lyra/Leier), bearbeitet

 

M 15 (Pegasus), unbearbeitet

 

M 15 (Pegasus), bearbeitet

Zweite Versuche (7.12.2017)

Mit Barlow-Linse

    

M 57 (Ringnebel in Lyra/Leier), unbearbeitet

 

M 57 (Ringnebel in Lyra/Leier), bearbeitet

 

M 15 (Pegasus), unbearbeitet

 

M 15 (Pegasus), bearbeitet

 

M 56 (Lyra/Leier), unbearbeitet

 

M 56 (Lyra/Leier), bearbeitet

 

M 27 (Vulpecula/Füchschen), unbearbeitet

 

M 27 (Vulpecula/Füchschen), bearbeitet

Mit Fokal Extender

    

M 57 (Ringnebel in Lyra/Leier), unbearbeitet

 

M 57 (Ringnebel in Lyra/Leier), bearbeitet

 

M 57 (Ring Nebula in Lyra/Leier), bearbeitet, neuer Versuch

 

M 57 (Ring Nebula in Lyra/Leier), bearbeitet, noch ein Versuch...

 

M 15 (Pegasus), unbearbeitet

 

M 15 (Pegasus), bearbeitet

 

M 56 (Lyra/Leier), unbearbeitet

 

M 56 (Lyra/Leier), bearbeitet

 

M 27 (Vulpecula/Füchschen), unbearbeitet

 

M 27 (Vulpecula/Füchschen), bearbeitet

 

M 27 (Vulpecula/Füchschen), bearbeitet, neuer Versuch

 

M 27 (Vulpecula/Füchschen), bearbeitet, noch ein Versuch (zu viele Artefakte)...

 

Besuchte Himmelsobjekte

Bisher habe ich die folgenden Himmelsobjekte mit der Atik Infinity-Kamera aufgenommen (und dokumentiert...):

 

Vorläufiges Fazit

In Arbeit

Als "Minimalinfo" kann ich bereits weitergeben, dass ich die Atik Infinity-Kamera am Heritage 100P direkt nicht verwenden kann, weil die Kamera nicht in den Fokus kommt, also nur unscharfe Bilder liefert. Ich habe jedoch inzwischen gefunden, dass der Einsatz einer Barlow-Linse* Abhilfe bringen könnte, weil sie den Fokuspunkt in die gewünschte Richtung, nämlich nach außen, verschiebt. Entsprechend dem Vergrößerungfaktor (1,5 x oder 2 x) verlängert sich die Brennweite, was ja durchaus von Vorteil sein könnte, aber verringert sich auch das Öffnungsverhältnis, was längere Belichtungszeiten erfordern würde. Ein erster Test hat dies bestätigt, zeigte aber auch, dass die Himmelsobjekte dann wesentlich schwächer erscheinen, selbst wenn man die Belichtungszeit erhöht.

Die bisher von mir mit der Atik Infinity-Kamera erreichten Ergebnisse sind sicherlich weit unterhalb dessen, was man mit ihr erreichen kann. Trotzdem habe ich mit ihr schon mehr "gesehen", als ich bisher rein visuell finden konnte. Insofern bin ich erst einmal mit der Kamera zufrieden. Und "Luft nach oben" ist ja auch schön, denn dann habe ich noch etwas vor mir...

Nun möchte ich noch einige für mich positive Aspekte der "Astro-Schnellfotografie" herausstellen, die auch für "sub-optimale" Fotos zutreffen. Zum einen "sehe" ich Objekte mit der Kamera, die ich bei visueller Beobachtung aus den unterschiedlichsten Gründen nicht finden konnte. Auch wenn der Tubus auf der GoTo-Montierung saß, habe ich manche Objekte bei visueller Beobachtung nicht sehen können, wobei ich davon ausgehe, dass die Objekte dann (meistens) korrekt angefahren wurden. So liefert die Kamera schon einmal kleine Erfolgserlebnisse statt Frust und Enttäuschung. Zum zweiten kann ich mit der Kamera ein Bild des beobachteten Himmelsobjekts speichern, das mir hinterher zumindest hilft, es zu identizifzieren, falls ich mir nicht sicher bin, es tatsächlich gefunden zu haben. Und es gibt auch bestimmte Merkmale des Objektes wieder, die ich mir normalerweise nicht merken kann und schnell nach der Beobachtung vergessen habe. Später steht dann in meinen Aufzeichnungen so etwas wie "schwacher Schimmer" oder "schön", was wenig aussagt. Selbst ein winziges und unscharfes Foto enthält mehr Informationen, die ich bei meinen Aufzeichnungen nutzen kann, als solche sehr "globalen" Aussagen.

Ich habe noch eine weitere interessante Entdeckung bei den Fotos der Atik Infinity gemacht, aber dazu muss ich etwas weiter ausholen. Für Teleskope gibt es eine maximal förderliche Vergrößerung, die man nicht überschreiten sollte, denn oberhalb dieser Vergrößerung werden keine weiteren Details sichtbar, sondern das Bild wird nur noch "aufgeblasen" (abgesehen davon, erlaubt oft auch die mäßige Himmelsqualität keine höheren Vergrößerungen...). Also sollte man diese Vergrößerung normalerweise nicht überschreiten. Aber wie immer, keine Regel ohne Ausnahme! Stoyan empfiehlt bei kleineren flächigen Objekten, für eine sichere Erkennung bis zum doppelten der maximalen förderlichen Vergrößerung zu gehen (dies nennt er Maximalvergrößerung). In einfachen Worten würde ich das so formulieren: Oft wird eine gewisse Größe benötigt, um Objekte gut zu erkennen, Details spielen dabei weniger eine Rolle.

Was hat das jetzt mit der Atik Infinity-Kamera zu tun? Nun, ich habe festgestellt, dass schwache Objekte auf Bildern im 1:1-Format oder noch kleiner trotz der höheren Schärfe schwieriger zu erkennen sind als in größeren, "aufgeblasenen" Versionen, die ja eigentlich keine weiteren Informationen liefern, oder als ich sie im Atik Infinity-Programm auf meinem Laptop sah. Offensichtlich ist eine gewisse Größe der Bilder nötig, um schwache Objekte gut zu sehen.

*) Bisher habe ich immer nur das Gegenteil gefunden, nämlich, dass Schmidt-Cassegrain-Teleskope (z.B. Celestron C8, C9 oder C11) mit einem Brennweitenreduzierer ("Focal Reducer") versehen wurden, um die lange Brennweite dieser Teleskope zu verkürzen und das Öffnungsverhältnis zu verkleinern, sprich, die Lichtstärke zu erhöhen. Die Gründe für diesen Ansatz sind mir nicht bekannt, denn ein schneller Newton würde das auch können, aber vermutlich sind die optische Leistung und die Lichtsammelleistung der Schmidt-Cassegrains besser. Oder man macht es einfach, weil man den Schmidt-Cassegrain-Tubus besitzt...

 

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09.12.2017