Deep-Sky-Frühlings-/frühe Sommerbeobachtungen Mai 2017

Beobachtungsbedingungen | Übersicht der Beobachtungen | Beobachtete Objekte | Anmerkungen | Referenzen

Von Ende April bis Ende Mai 2017 habe ich einfache "Deep-Sky-Frühlingsbeobachtungen" unternommen, die, was einige beobachtete Himmelsobjekte angeht, schon etwas in den frühen Sommer hineinreichen und vielleicht für andere Anfänger auch von Interesse sein könnten - deshalb werden sie hier beschrieben.

Liste der Beobachtungsobjekte:

Die Beobachtungsobjekte habe ich größtenteils anhand meiner längeren, aus Büchern zusammengestellten Liste von Deep-Sky-Objekten ausgewählt.

 

Beobachtungsbedingungen

Himmelsbereich und Objekte

Ich habe mich zunächst auf den Himmelsbereich um Ursa Major (Großer Bär), Canes Venatici (Jagdhunde), Gemini (Zwillinge), Coma Berenices (Haar der Berenike), Cancer (Krebs), Leo (Löwe) beschränkt, weil dies alles in etwa in einer Richtung für mich lag (Südwesten bis Süden). Außerdem bin ich nach Osten Richtung Hercules (Herkules) abgeschweift.

Auf meiner "Beobachtungsliste" standen zunächst: M 81/82 (Ursa Major/Großer Bär), M 3 (Canes Venatici/Jagdhunde), M 53 (Coma Berenices/Haar der Berenike), M 35 (Gemini/Zwillinge), M44 und M 67 (Cancer/Krebs), sowie M 65/66 und M 96 (Leo/Löwe). Ab dem 10. Mai bin ich auch ab und zu zu M 13 und M 92 (Hercules/Herkules) "abgedriftet", und ab Mitte Mai konnte ich auch M 5 (Serpens/Schlange) sehen. Die Liste der beobachteten Objekte ist aber noch länger...

Ende Mai kam der Mond zurück, und das Beobachten von Deep-Sky-Objekten wurde immer schwieriger. Nun fokussierte ich mich auf den Mond, Jupiter und seine Monde, den Haar der Berenike-Sternhaufen (Mel 111) und Castor (Gemini/Zwillinge) und Mizar (Ursa Major/Großer Wagen) als Doppelsterne. Diese Beobachtungsserie endete am 1. Juni 2017.

Übersichtskarte

Karte mehr nach Westen

Die folgende Karte ist etwas mehr nach Westen ausgerichtet. Sie zeigt in etwa den Himmelsbereich, den ich bei meinen Beobachtungen primär "abgegrast" habe, wobei hier hauptsächlich der Bereich in der Mitte wichtig ist. Diese Karte zeigt besser als die nachfolgende, die mehr nach Osten ausgerichtet ist, dass viele Objekte im Westen zu dieser Jahreszeit schon recht tief standen.

Karte für größere Version anklicken - sie erscheint in einem neuen Fenster. Die angefahrenen Himmelsobjekte (und ein paar mehr) in diesem Bereich sind durch rote Punkte markiert.

Alternative Karte

Die folgende Karte ist etwas mehr nach Osten ausgerichtet. Sie zeigt ebenfalls in etwa den Himmelsbereich, den ich bei meinen Beobachtungen primär "abgegrast" habe, wobei hier hauptsächlich der Bereich in der Mitte wichtig ist. Diese Karte kündigt bereits einige "Sommerobjekte" im Osten an, die teilweise schon gesehen werden konnten.

Karte für größere Version anklicken - sie erscheint in einem neuen Fenster. Die angefahrenen Himmelsobjekte (und ein paar mehr) in diesem Bereich sind durch rote Punkte markiert. M 10 und M 12 wurden nicht beobachtet.

Beobachtungszeit

Die Beobachtungen begannen oft erst ab 22 Uhr, weil der Himmel noch so hell war, später im Mai sogar erst ab 23 Uhr oder noch später.

Beobachtungsort

Alle Beobachtungen wurden in Mühlhausen/Kraichgau (Deutschland) durchgeführt:

Allgemeine Bedingungen

Die ersten Beobachtungen fanden noch vor dem Vollmond statt, spätere danach, so daß der Mond dann immer weniger Einfluss auf die Beobachtungen hatte. Vom 10.bis 12. Mai war der Himmel allerdings noch sehr hell, so dass ich viele Ziele nicht sehen konnte. Dann wurde es besser, doch gegen Ende Mai kehrte der Mond wieder an den Nachthimmel zurück, so dass kaum noch Deep-Sky-Objekte zu finden waren.

Generell ist der Himmel über Mühlhausen/Kraichgau eher "lichtverschmutzt" und lädt nicht dazu gerade ein, nach Deep-Sky-Objekten zu suchen. Dies ist sicher mit ein Grund, warum ich einige der Deep-Sky-Objekte, die ich beobachten wollte, nur manchmal oder auch gar nicht gefunden habe. Im Mai sind die Tage zudem sehr lang, so dass die Beobachtungen erst recht spät beginnen können (siehe oben).

 

Übersicht der Beobachtungen

Beobachtungsdetails

Datum Beobachtete Objekte Weitere Beobachtungen Benutzte Geräte Benutzte Okulare Anmerkungen
29.4. G: M 65/66, M 96
OS: M 67, M 35
Mondsichel, Jupiter (4 Monde, 2 Streifen) Explorer 150PDS (6" Newton) auf Star Discovery AZ GoTo-Montierung 32 mm Plössl, 24 mm WA, 16 mm, 7 mm und 4 mm UWA, 10 mm WA Mond und Jupiter waren lohnende Ziele
5.5. G: M 81/82
OS: M 67, M 44
KS: M 3

Mond, Jupiter

M 53 nicht gefunden

dito dito Mond und Jupiter waren lohnende Ziele, erste Versuche mit Kugelsternhaufen
9.5. OS: M 35
KS: M 3, M 53
--- dito dito  
10.5. KS: M 3, M 53, M 13 --- dito dito dito
12.5. OS: M 44
KS: M 3, M 13
M 92 nicht gefunden dito dito dito
14.5. G: M 81, M 51, M 64, M 104, M 65/66
OS: M 44, M 67, M 35
KS: M 3, M 5, M 13, M 92, M 53
Jupiter

M 36 und M 38 nicht, M 37 evtl. gesehen
M 48, M 50 verdeckt/zu tief
M 96 eher nicht gesehen
M 106, M 101, M 49 nicht gefunden

dito dito Glanzpunkt waren gegen halb 12 die Kugelsternhaufen M 3, M 5, M 13 und M 92 (im 7 mm-Okular), dazu M 53
einige Galaxien diesmal erahnt, es wird wohl dunkler am Himmel...
15.5. G: M 106, M 81/82, M 51, M 64, M 49, M 104, M 65/66
OS: M 44
KS: M 3, M 5, M 13, M 92, M 5
Jupiter

M 101 nicht gefunden
M 48, M 50 verdeckt/zu tief
M 96 eher nicht gesehen

dito 24 mm WA, 16 mm und 7 mm UWA anscheinend etwas besser als gestern
Kugelhaufen wieder gut gesehen (24/16 mm)
16.5. G: M 106, M 81/82, M 51, M 64, M 87, M 104
KS: M 3, M 5, M 13, M 92, M 53
Jupiter

M 101 nicht gefunden
M 49 vergessen
M 90 vielleicht ein Schimmer...

dito 24 mm WA, 16 mm, 7 mm, 4 mm UWA (für KS), 10 mm WA Kugelhaufen wieder gut gesehen (24/4 mm)
Himmel anscheinend wieder gut und am Ende der Beobachtungen recht dunkel
20.5.

G: M 106, M 64, M 94, M 104
KS: M 3, M 5, M 13 M 53

Jupiter

M 63 nicht gefunden
M 81/82 nicht gefunden

dito 24 mm WA, 16 mm, 7 mm und 4 mm UWA  
23./24.5 OS: Mel 111 Jupiter Fernglas, bloßes Auge    
26.5. OS: Mel 111
KS: M 3

 

Jupiter Heritage 100P, Fernglas, bloßes Auge 4 mm UWA, weitere (nicht dokumentiert)  
29.5. DS: Castor   Heritage 100P 4 mm UWA (100 x), weitere (nicht dokumentiert)  
31.5. DS: Castor, Mizar Jupiter ("3" Monde => 2 Monde nicht trennbar)
fast Halbmond: schöne Krater an der Schattenkante
dito dito  
1.6. DS: Castor, Mizar Jupiter (4 Monde, zwei ganz dicht übereinander)
fast Halbmond: Krater
dito dito  

Fett: Erster Fund während dieser Beobachtungsperiode; G = Galaxie, OS = offener Sternhaufen, KS = Kugelsternhaufen, DS = Doppelstern; alle Beobachtungen in Mühlhausen/Kraichgau

Übersicht der Beobachtungsobjekte (die gefundenen...)

DSO
Name Sternbild Bino*   100P 150 PDS
GT
Typ Bemerkungen Skizze+
Details Seite
M 81/82 M 81/82 Bode-Galaxien Ursa Major     ja G zwei Galaxien, links schräg und flach, rechts runder Link
Mizar     Ursa Major   ja   DS Doppelstern; visueller Doppelstern mit Alcor (Reiterlein)  
  Canes Venatici     ja G gefunden, schwacher Schimmer?  
  Canes Venatici     ja KS ähnlich M 5 und M 92, etwas bröselig bei hoher Vergrößerung Link
Strudel-Galaxie Canes Venatici     ja G Schimmer (vielleicht mit hellerem Kern), mauscheliges Etwas, etwas größer Link
M 94 M 94   Canes Venatici     ja G Schimmer  
  Coma Berenices ja ja   OS weitläufiger offner Haufen aus relativ hellen Sternen, nur etwas für das Opernglas; mit dem Auge schwacher Schimmer  
  Coma Berenices     ja G Schimmer, aber ganz gut zu sehen Link
  Coma Berenices     ja KS kleinster beobachteter KS, etwas bröselig, heller Kern bei hoher Vergrößerung  
  Virgo     ja G klein, aber ganz gut gesehen  
M 87 M 87   Virgo     ja G evtl. runder Schimmer, nicht viel zu sehen Link
Sombrero-Galaxie Virgo     ja G schräger flacher Schimmer, aber kein Sombrero  
  Serpens Caput     ja KS ähnlich M 3 und M 92, etwas bröselig bei hoher Vergrößerung  
M 44 M 44 Praesepe Cancer ja ja ja OS sehr schön im Fernglas  
M 67 M 67   Cancer     ja OS etwas weitläufiger OS  
M 65/66 M 65/66   Leo     ja G manchmal zwei Galaxien schwach zu erkennen Link
M 96 M 96   Leo     ja G manchmal eine Galaxie schwach zu erkennen, oft keine  
M 35 M 35   Gemini     ja OS sehr schöner OS, recht groß ja
Castor     Gemini   ja   DS Doppelstern  
M 13 M 13   Hercules ja ja ja KS größter beobachteter KS, mit 4 mm-Okular (187,5 x) einige Sterne zu erkennen, bröselig, schon ganz gut in Sterne aufgelöst ja
M 92 M 92   Hercules     ja KS ähnlich M 3, M 5, etwas bröselig bei hoher Vergrößerung, heller Kern ja

*) 8 x 20 Fernglas; +) Skizzen von Michael Vlasov, DeepSkyWatch.com; G = Galaxie, OS = offener Sternhaufen, KS = Kugelsternhaufen, DS = Doppelstern

Gesucht und nicht gefunden: M101 (Feuerrad-Galaxie), M36, M 37, M 38, M 48, M 50, M 63, M90?, NGC 4449, NGC 4490, NGC 4565

 

Beobachtete Objekte

Ursa Major: M 81/82 (Bode-Galaxien)

Die Bode-Galaxien M 81 und M 82 befinden sich im Sternbild Ursa Major/Großer Bär (Großer Wagen). Dabei ist M 81 ist die Hauptgalaxie einer Galaxiengruppe, zu der auch die Galaxie M 82 gehört. Nur in einem kleinen Teleskop können die beiden zusammen beoachtet werden, weil der Blickwinkel laut Stoyan mindestes 1,5° betragen sollte. M 81 ist eine Spiralgalaxie, auf die man von oben blickt, M 82 eine irreguläre Galaxie, die man in Kantenlage sieht.

M 81 und M 82, die Bode-Galaxien in Ursa Major/Großer Bär

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich sah (aber viel schwächer es als die Skizze zeigt): Skizze der Bode-Galaxien von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Beobachtungen

Ohne GoTo-Montierung hätte ich diese Galaxien vermutlich nie gefunden. Sie waren unter den gegebenen Bedingungen nur sehr schwach zu erkennen gewesen.


Canes Venatici: M 106

Die Galaxie M 106 im Sternbild Canes Venatici/Jagdhunde ist laut Stoyan schon im kleinsten Fernglas zu erkennen und für kleine Teleskope ein einfaches Objekt. Das gilt vermutlich aber nur für dunklen Himmel, denn ich hatte Mühe, dieses Objekt im Teleskop überhaupt zu erkennen.

M 106 in Canes Venatici/Jagdhunde

Beobachtungen

  • 15.5., 16.5., 20.5.2017 (Mühlhausen: Explorer 150PDS auf GoTo-Montierung): M 106 gefunden, schwacher Schimmer?

Canes Venatici: M 3

Der Kugelsternhaufen M 3 im Sternbild Canes Vanatici (Jagdhunde) gehört laut Stoyan zu den hellsten und sehenswertesten Kugelhaufen des Messier-Katalogs.

M 3 liegt im Sternbild Canes Vanatici (Jagdhunde), ist aber am einfachsten von Arktur in Bootes aus zu finden

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich sah (aber viel schwächer als die Skizze): Skizze des Messier 3-Kugelsternhaufens von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Beobachtungen

  • 5.5.2017 (Mühlhausen: Explorer 150PDS auf GoTo-Montierung): Schimmer, im Zentrum heller; in hoher Vergrößerung immer noch ein Schimmer...
  • 9.5., 10.5., 12.5.2017 (Mühlhausen: dito): M 3 schön gesehen
  • 14.5., 15.5.2017 (Mühlhausen: dito): M 3 und mehrere Kugelsternhaufen gut gesehen (7 mm am 14.5., 24/16 mm am 15.5.), alle ein bisschen "aufgelöst", M 13 am größten
  • 16.5.2017 (Mühlhausen: dito) M 3 und mehrere Kugelsternhaufen gut gesehen - wohl so gut wie noch nie, vor allen so groß (24/4 mm)
  • 20.5.2017 (Mühlhausen: dito): M 3 und mehrere Kugelsternhaufen noch gut gesehen
  • 26.5.2017 (Mühlhausen: Heritage 100P): M 3 schwer zu finden…

Canes Venatici: M 51 (Strudel-Galaxie)

Die Galaxie M 51 im Sternbild Canes Venatici/Jagdhunde wird auch Strudel-Galaxie genannt. Nach Karkoschka ist sie mit ihrem hellen Kern gut sichtbar, die langen Spiralarme sind selbst im Teleskop jedoch nur schwach sichtbar. Ein Spiralarm windet sich zur Galaxie NGC 5195 (siehe Skizze von Michael Vlasov). Stoyan schreibt, dass es sich eigenlich um zwei wechselwirkende Galaxien handelt: NGC 5194 und NGC 5195. Er schreibt auch, dass man Änsätze der berühmten Wirbelstruktur erst ab 8" Öffnung erkennen kann, und für einen deutlichen Eindruck und die Verbindung zwischen den Galaxien sind sogar 12" erforderlich. Kein Wunder, dass ich nur einen Schimmer und bestenfalls einen hellen Kern erkennen konnte...

M 51 in Canes Venatici/Jagdhunde

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck dessen, was ich sah (aber viel schwächer als die Skizze): Skizze der Strudel-Galaxie (Messier 51, NGC 5195) von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Beobachtungen

  • 14.5.2017 (Mühlhausen: Explorer 150PDS auf GoTo-Montierung): M 51 Schimmer, ggf. heller Kern
  • 15.5., 16.5.2017 (Mühlhausen: dito): M 51 Schimmer, mauscheliges Etwas...

Canes Venatici: M 94

Die Galaxie M 94 im Sternbild Canes Venatici/Jagdhunde hat laut Karkoschka einen hellen markanten kreisrunden Kern. Erst im Teleskop sollen Ansätze von Strukturen zu sehen sein. Bei mir kam die Galaxie leider erwartungsgemäß über einen schwachen Schimmer nicht hinaus...

M 94 in Canes Venatici/Jagdhunde

Beobachtungen


Coma Berenices: Mel 111 (Sternhaufen in Coma Berenices)

Der offene Sternhaufen Mel 111 im Sternbild Coma Berenices/Haar der Berenike, auch Coma-Sternhaufen genannt, ist seit dem Altertum bekannt und macht den Hauptteil des Haars der Berenikes aus. Nach den Hyaden ist er der zweitgrößte Sternhaufen am Himmel (3,5 °). Ich habe den Sternhaufen schon mit bloßem Auge schimmern sehen können, und er sollte nur mit ganz geringer Vergrößerung angesehen werden.

Mel 111 im Sternbild Coma Berenices/Haar der Berenike sowie der Kugelsternhaufen M 53 und die Galaxie M 64

Beobachtungen

  • 23.5., 24.5., 26.5.2017 (Mühlhausen: Fernglas, bloßes Auge, am 26.5. auch Heritage 100P): Mel 111 schön, etwa ein Dutzend Sterne zu sehen

Coma Berenices: M 64

Die Galaxie M 64 im Sternbild Coma Berenices/Haar der Berenike heißt auch "Galaxie mit dem schwarzen Auge".

Karte siehe Mel 111.

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck dessen, was ich sah (aber viel schwächer als die Skizze): Skizze der Galaxie mit dem schwarzen Auge (Messier 64) von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Beobachtungen

  • 14.5., 15.5., 16.5., 20.5.2017 (Mühlhausen: Explorer 150PDS auf GoTo-Montierung): M 64 Schimmer, aber ganz gut

Coma Berenices: M 53

Der Kugelsternhaufen M 53 im Sternbild Coma Berenices (Haar der Berenike) zeigt laut Stoyan das typische Erscheinungsbild vieler Kugelhaufen: ein helles Lichtbällchen mit zur Mitte hin ansteigender Helligkeit. Erst in großen Teleskopen soll M 53 als sternreicher kompakter Haufen erscheinen.

M 53 liegt im Sternbild Coma Berenices (Haar der Berenike), ist aber am einfachsten von Arktur in Bootes aus zu finden; siehe auch Mel 111 für weitere Karte.

Beobachtungen

  • 9.5.2017 (Mühlhausen: Explorer 150PDS auf GoTo-Montierung): Schwacher Schimmer, im Zentrum heller; schwächer als M 3 (deshalb am 5.5.2017 nicht gefunden)
  • 10.5.2017 (Mühlhausen: dito): Dito
  • 14.5.2017 (Mühlhausen: dito): M 53 Schimmer, aber ganz gut, Kern?
  • 15.5., 16.5., 20.5.2017 (Mühlhausen: dito): M 53 in meiner letzten "Runde" der Kugelsternhaufen beobachtet, Schimmer, Kern, ganz gut

Virgo: M 49

Die Galaxie M 49 im Sternbild Virgo/Jungfrau ist laut Karkoschka (Stoyan bestätigt dies) die hellste Galaxie des Virgo-Galaxienhaufens und eine große leuchtkräftige Galaxie. Ich habe sie nur einmal aufgesucht und gefunden.

Die Galaxie M 49 im Sternbild Virgo/Jungfrau (im Virgo-Galaxienhaufen) sowie die Galaxie M 87 (weiter oben)

Beobachtungen

  • 15.5.2017 (Mühlhausen: Explorer 150PDS auf GoTo-Montierung): M 49 klein, aber ganz gut gesehen

Virgo: M 87

Laut Karkoschka ist die Galaxie M 87 im Sternbild Virgo/Jungfrau die Zentralgalaxie des Virgo A-Haufens und hat einen helleren Kern, den ich allerdings nicht gesehen habe.

Karte siehe M 49.

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck dessen, was ich sah (aber viel schwächer als die Skizze): Skizze von Markarians-Kette, M87 im Virgo Cluster (Messier 87) von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Beobachtungen


Virgo: M 104 (Sombrero-Galaxie)

Die Galaxie M 104 im Sternbild Virgo/Jungfrau hat wegen ihrer Form auch den Namen Sombrero-Galaxie. Im Teleskop soll sie laut Karkoschka gut zu erkennen sein, was ich bestätigen kann (aber keine Details...).

Die Galaxie M 104 im Sternbild Virgo/Jungfrau

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck dessen, was ich sah (aber viel schwächer als die Skizze): Sombrero Galaxy (Messier 104) von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Beobachtungen

  • 14.5., 15.5., 16.5., 20.5.2017 (Mühlhausen: Explorer 150PDS auf GoTo-Montierung): M 104 länglicher Schimmer, am 15.5. etwas schwächer als am Vortag

Serpens Caput: M 5

Der Kugelsternhaufen M 5 im Sternbild Serpens Caput/Kopf der Schlange ist neben - oder nach - dem Kugelsternhaufen M 13 im Hercules/Herkules der hellste seiner Art am Nordhimmel. Auch im Fernglas erscheint er laut Stoyan schon als runder Nebelfleck, was ich allerdings leider noch nicht bestätigen konnte (M 13 konnte ich in meinem 8x20-Fernglas erkennen).

M 5 im Sternbild Serpens Caput (Kopf der Schlange)

Beobachtungen

  • 14.5., 15.5.2017 (Mühlhausen: Explorer 150PDS auf GoTo-Montierung): M 5 erst spät im Osten zu sehen; am Ende mehrere Kugelsterhaufen gut gesehen (7 mm; 24/16 mm am 15.5.), alle ein bisschen "aufgelöst", M 13 am größten
  • 16.5.2017 (Mühlhausen: dito): M 5 und weitere Kugelsternhaufen wohl so gut wie noch nie gesehen, vor allen so groß (24/4 mm)
  • 20.5.2017 (Mühlhausen: dito): M 5 und weitere Kugelsternhaufen noch einmal sehr schön mit 4 mm

Cancer: M 44 (Praesepe/Krippe)

Auch der Cancer/Krebs gehört nicht zu den Sternbildern, die ich wirklich kenne. Und vom offenen Sternhaufen Praesepe/Krippe (M 44), 70' groß und auch Krippe oder Bienenstock genannt, hatte ich bis zum Jahr 2016, in dem ich Deep-Sky-Bücher erwarb, auch noch nichts gelesen. Doch nun kannte ich seinen Anblick bereits von vorigen Beobachtungsserien im Frühjahr 2017.

Praesepe (M 44) im Cancer/Krebs und Lage in Bezug auf Castor und Pollux in Gemini/Zwillinge

Beobachtungen


Cancer: M 67

Am unteren Rand des Sternbildes Cancer/Krebs, rechts von alpha Canceri, befindet sich mit M 67 neben M 44 noch ein weiterer, kleinerer offener Sternhaufen (15' - 20', je nach Autor), den ich Ende März 2017 zum ersten Male beobachtet habe.

M 67 im Cancer/Krebs

Beobachtungen


Leo: M 65/66

Die Galaxien M 65 und M 66 gehören im Sternbild Leo zusammen mit der Galaxie NGC 3628 zum Leo-Triplett. Beide sollen heller als die Galaxien des Virgo-Haufen sein, während letztere nur sehr schwach zu erkennen ist.

Die Galaxien M 65 und M 66 im Sternbild Leo/Löwe sowie die benachbarte Galaxie M 96

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck dessen, was ich sah (aber viel schwächer als die Skizze): Leo's Triplet (Messier 65, 66, NGC 3628) von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Hinweis: Ich habe vom Autor nur die Erlaubnis erhalten, auf die Skizze zu verlinken.

Beobachtungen


Leo: M 96

Die Galaxie M 96 im Sternbild Leo/Löwe ist Teil eines Galaxien-Quartetts (die M 96-Gruppe). Alle diese Galaxien sind jedoch bei lichtverschmutztem Himmel schwer zu finden, wie ich ich feststellen musste.

Die Galaxie M 96 im Sternbild Leo/Löwe sowie die benachbarte Galaxien M 65 und M 66

Beobachtungen


Gemini: M 35

Der offene Sternhaufen M 35 in Gemini/Zwillinge liegt im Mai schon recht weit im Westen und tief am Horizont. Deshalb wurde seine Beobachtung im Laufe des Mais immer schwieriger für mich. Er ist weniger ein Frühlings- als mehr ein Winter-Sternbild und diente mir hier mehr zum Testen der Montierung...

Für Details zum offenen Sternhaufen M 35 siehe Deep-Sky-Winterbeobachtungen Ende März 2017 und Deep-Sky-Winterbeobachtungen Februar/März 2017.

M 35 über dem rechten oberen Ende von Gemini/Zwillinge, um diese Jahreszeit fast um 90 Grad nach rechts gedreht, so dass M 35 unten rechts steht.

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich sah (aber viel schwächer als die Skizze):

Skizze des M35-Nebels von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016)

Beobachtungen


Hercules: M 13

Der Kugelsternhaufen M 13 im Sternbild Hercules/Herkules ist wohl der größte Kugelhaufen am Nordhimmel und gehört eigentlich zu den "Sommerobjekten". Mit Trick konnte ich ihn aber im Mai von unserer Terrasse aus beobachten, obwohl er noch weit im Osten steht.

Für Details zum Kugelsternhaufen M 13 siehe Deep-Sky-Sommer-/Herbstbeobachtungen August/Oktober 2016.

M 13 liegt am rechten Rand der Keystone-Sterngruppe (1/3 von oben) und ist relativ leicht zu finden, wenn man erst ein mal das Keystone-Trapez gefunden hat.

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 sah (aber viel schwächer und kleiner als die Skizze):

Skizze des M 13-Kugelsternhaufens von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016) - gezeigt mit Erlaubnis des Autors

Beobachtungen


Hercules: M 92

Der Kugelsternhaufen M 92 im Sternbild Hercules/Herkules ist etwas kleiner (je nach Autor 7' oder 8' groß) als sein bekannterer "Bruder" M 13 und gehört eigentlich ebenfalls zu den "Sommerobjekten".

Für Details zum Kugelsternhaufen M 92 siehe Deep-Sky-Sommer-/Herbstbeobachtungen August/Oktober 2016. Für den Himmelsausschnitt siehe M 13.

Die Skizze von Michael Vlasov (DeepSkyWatch.com) zeigt einen ungefähren Eindruck von dem, was ich im Sommer/Herbst 2016 sah (aber viel schwächer und kleiner als die Skizze):

Skizze des M 92-Kugelsternhaufens von Michael Vlasov (Copyright © Michael Vlasov 2016) - gezeigt mit Erlaubnis des Autors

Beobachtungen

 

Anmerkungen

Siehe die Anmerkungen auf Seite Deep-Sky-Winterbeobachtungen Februar/März 2017.

Vorbereitung

Bei der Suche nach Deep-Sky-Objekten ist eine gute Vorbereitung wichtig - das liest man, und ich kann es auch bestätigen. "Gute Vorbereitung" heißt im wesentlichen, sich eine Liste der Objekte zusammenzustellen, die man beoabachten möchte - und dazu Hinweise, wo und wie die Objekte zu finden sind.

Ist es das oder ist es das nicht?

Wenn man sein Teleskop mit Hilfe des Leuchtpunktsuchers in etwa auf die gewünschte Himmelsgegend ausgerichtet hat, ins Okular schaut und nichts oder nur "Nebulöses", aber nicht ungedingt nebelartiges sieht, stellt sich natürlich die Frage: Ist der Himmel zu lichtverschmutzt, als dass man das Objekt erkennen kann oder hat man das Objekt nicht korrekt angefahren? Diese Frage habe ich bei manchen Objekten auch nach mehrmaligen Versuchen "von Hand" nicht klären können.

Mit meiner Sky-Watcher Synscan AZ GoTo-Steuerung habe ich nun die Möglichkeit, Himmelsobjekte korrekt anzufahren (das klappt auch nicht immer...). Wenn ich dann trotzdem nichts im Okular erkennen sollte, ist halt mit diesem Teleskop unter den gegebenen Bedingungen "nicht mehr drin"...

 

Referenzen

Alle Sternkarten wurden mit SkySafari Plus/Pro für Apple Macintosh erzeugt.

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08.09.2017