Unistellar eVscope - Mehr Erfahrungen (V. 1.3)

Einführung | Die neue App-Version (Version 1.3.0) | Das neue Bildformat und die neue Bildverarbeitung | Kleine Fehlersammlung | Verbesserungsvorschläge | Erstes Fazit zu Version 1.3 | Links || Anhang: Bericht zur App-Version 1.3 für Unistellar (auf Englisch)

Auf dieser Seite stelle ich Erfahrungen (ohne Beobachtungen) mit meinem elektronischen 4,5"-Newton-Teleskop Unistellar eVscope zusammen (Mitte November 2017 bei Kickstarter beteiligt, am 27.1.2020 eingetroffen). Auf dieser fünften Erfahrungseite geht es um erste Erfahrungen mit der App-Version 1.3 (ab dem 20.5.2021). Vielleicht sind sie auch nützlich für andere, die sich das eVscope zulegen möchten...

Hinweis: Die App-Version 1.4.1 ist am 2. September 2021 erschienen, und ich hatte wenig Gelegenheit zu Beobachtungen mit der App-Version 1.3; deshalb ist dieser Artikel etwas "rudimentär" geblieben.

Weitere Hinweise: Siehe Seite Übersicht der eVscope-Seiten für genau dieses! Für eine detaillierte Übersicht des Versionsverlaufes siehe Seite App-Versionsverlauf.

 

Einführung

Fotos: Mein eVscope (Ende Januar 2020)

Bitte Zuerst Lesen!

Mein eVscope traf Ende Januar 2020 bei mir zu Hause ein. In den ersten Wochen betrieb ich es mit einer App, die eine Versionsnummer unter 1.0 besaß. Über meine Erfahrungen mit dieser frühen App-Version berichte ich auf der Seite Unistellar eVscope - Erste Erfahrungen. Für Links zu weiteren Erfahrungen siehe Seite Übersicht der eVscope-Seiten.

Hinweis: Wer bereits mit einer neueren App-Version einsteigt, braucht auch die genannten Seiten nicht zu lesen.

Die folgenden beschriebenen Erfahrungen beruhen auf der App-Version 1.3 und beziehen sich zunächst nur auf Änderungen gegenüber dem vorherigen Zustand; diese Version wurde nicht aktulisiert.

Zum einen wurden laut Unistellar Fehler beseitigt, zum anderen wurden einige Veränderungen im Funktionsumfang und an der Benutzungsoberfläche vorgenommen, hier die vielleicht wichtigsten:

Alle Neuerungen werden im Folgenden beschrieben. Für eine detailliertere Versionsübersicht, siehe Seite App-Versionsverlauf.

 

Die neue App-Version (Version 1.3.0)

Am 20.5.2021 wurde App-Version 1.3.0 veröffentlicht, und ich habe sie noch am selben Tag geladen. Als allererstes verlangte die App, wie schon in den beiden vorigen Versionen, mein eVscope zu aktualisieren, was auf Anhieb klappte. Die neue App-Version bietet laut App Store die folgenden Neuerungen (in meinen eigenen Formulierungen):

Zur neuen App-Version gibt es ein kurzes Einführungsvideo:

Status: Keine weiteren Aktualisierungen der Version 1.3.

2021er Kometen zur Datenbank hinzugefügt

Hierüber werden sich sicher die Kometenjäger unter uns freuen! Ich habe dies nicht nachgeprüft, aber vertraue da voll auf Unistellar...

Viermal größere Beobachtungsaufzeichnungen

Laut einem Video zur neuen App-Version werden die Fotos nun auf die vierfache Größe (von 1,2 auf 4,8 MB) hochskaliert. Ich dachte zunächst, dass was vorher schon in voller Größe unscharf auf meinem Computer oder iPad aussah, würde nun noch unschärfer aussehen, denn mehr Pixel bekommt die Kamera ja auf diese Weise nicht... Mehr dazu weiter unten!

Hinweis: Am 17.7.2021 bemerkte ich, dass das Hochskalieren nur im Enhanced Vision-Modus erfolgt. Mond- und Planetenaufnahmen im Live View-Modus bleiben unverändert auf 1280 x 960 Pixeln (rechteckiges Format ohne Overlay).

Verbesserungen der Beobachtungserfahrung

Hier konnte ich bisher noch nicht feststellen, was damit gemeint ist...

Verschiedene Fehlerbehebungen

Wie immer gibt es keine näheren Informationen hierzu...

 

Das neue Bildformat und die neue Bildverarbeitung

Siehe dazu auch meinen Bericht über die App-Version 1.3 von Anfang September 2021 an Unistellar (auf Englisch)!

Was bedeutet nun die Aussage "Viermal größere Beobachtungsaufzeichnungen für noch mehr eindrucksvolle Erinnerungen an Ihre Sternenbeobachtung" in der Praxis? Ehrlich gesagt, war das für mich nicht einfach zu klären. Wie schon geschrieben, bringt das Hochskalieren der Sensorabbildungen keine neuen Informationen, und die in voller Größe ohnehin unscharf erscheinenden Fotos des eVscopes werden auf diese Weise noch unschärfer. Soweit die Theorie! Aber bevor ich ein Urteil fällen wollte, wollte ich zunächst einmal die neuen Ergebnisse anschauen und mit den vorherigen Ergebnissen vergleichen, was ich auf dieser Seite tue. Außerdem interessiert mich die neue Größe nicht, und deshalb vergleiche ich die alten Resultate mit den neuen, nachdem ich diese wieder auf 1280 x 960 Pixel herunterskaliert habe. Dann sind die Fotos wieder gleich groß und damit direkt vergleichbar.

Bei den Vergleichen alter und neuer Fotos und auch beim direkten Ansehen der neuen Fotos sind mir die folgenden Dinge aufgefallen:

Im folgenden versuche ich anhand von Beispielen diese Beobachtungen zu belegen.

Farben und Farbsäume

Die neue App-Version 1.3 hat eine etwas andere Farbwiedergabe als die älteren Versionen. Die Farben scheinen vor allem etwas gesättiter zu sein, was sicherlich Geschmacksache ist. Diese gesteigerte Farbigkeit kann man auch an helleren Sternen erkennen, die nun oft deutliche Farbsäume haben, mal in violett, mal in blau, manchmal auch mehrfarbig. Die Fotos der älteren Versionen wiesen eher eine Art schwachen Regenbogenfarbsaum auf.

         

M 17 - 23.8.2020

 

M 17 - 17.7.2021 (neu)

 

M 17 - 17.7.2021

   

M 17 - 23.8.2020, Foto darüber bearbeitet

 

M 17 - 23.8.2020 (alt)

 

M 17 - 17.7.2020, Foto darüber bearbeitet

Fotos: Demonstration der stärkeren Farbsättigung und der purpurnen Farbsäume um helle Sterne durch die neue Bildverarbeitung

Kontrast und Hintergrund

Der Kontrast der Aufnahmen scheint zugenommen zu haben, was die Fotos vielleicht brillianter erscheinen lässt. Auch der Hintergrund wirkt im Vergleich zu meinen älteren Aufnahmen dunkler. Nachteilig wirkt sich der höhere Kontrast aber zum Beispiel bei hellen Kernen von Kugelsternhaufen (und vermutlich auch Galaxien aus, denn die Überstrahlung läßt sich kaum in den Griff bekommen.

         

M 92 - 15.9.2020, manuelle Belichtung (alt)

 

M 92 - 15.9.2020, bearbeitet

 

M 92 - 15.9.2020, bearbeitet und geschärft

         

M 92 - 18.7.2021, autom. Belichtung (neu)

 

M 92 - 18.7.2021, bearbeitet

 

M 92 - 18.7.2021, bearbeitet und geschärft

Fotos: Die Fotos zeigen den dunkleren Hintergrund und den stärkeren Kontrast - das Zentrum von M 92 ist bei der neuen Verarbeitung stärker ausgewaschen (automatische Belichtung)

DSO-Beispiele: Vergleich von Nebeln

Großflächische (galaktische) Nebel bieten meiner Ansicht nach, eine gute Möglichkeit, die alte und die neue Bildverarbeitung zu vergleichen. Dafür sollte man sich allerdings die Fotos in der "Sensorgröße" 1280 x 960 Pixel ansehen und nicht nur die kleineren Vorschaubilder (die Vorschauen anklicken, um die großen Versionen anzusehen). Außerdem habe ich die neuen Fotos wieder auf die Sensorgröße herunterskaliert, damit alte und neue Bildverarbeitung besser vergleichbar sind. Im folgenden zeige ich Fotos von M 8 (Lagunennebel), M 16 (Adlerneben), M 17 (Omega-/Schwanennebel) und M 20 (Trifidnebel). Während die alten Fotos typischerweise mit das Beste darstellen, was ich aus dem eVscope herausholen konnte, sind die neuen Fotos bei Halbmond aufgenommen, und vermutlich war das eVscope zudem nicht richtig kollimiert.

    

M 8 (Lagunennebel) - alte Verarbeitung

 

M 8 (Lagunennebel) - Version 1.3

 

M 16 (Adlernebel) - alte Verarbeitung

 

M 16 (Adlernebel) - Version 1.3

 

M 17 (Omega-/Schwanennebel) - alte Verarbeitung

 

M 17 (Omega-/Schwanennebel) - Version 1.3

 

M 20 (Trifidnebel) - alte Verarbeitung

 

M 20 (Trifidnebel) - Version 1.3

Abgesehen von den Problemen der neuen Fotos (Rauschen, Verstärkerglühen) sehen die neuen Aufnahmen für mich "einen Tuck" detaillierter und auch nicht mehr so "gepinselt" aus wie die alten. Leser dieser Seiten können anderer Meinung sein, aber auf alle Fälle kann man sich die Vergleichsfoto genauer ansehen! Nach dem Ansehen dieser (an anderer) Fotos habe ich mich dafür entschieden, nicht mehr bei Unistellar für eine "weniger pinselnde" Bildverarbeitung vorstellig zu werden.

Hinweis: Hier sind für einen direkten Vergleich alte und neue Fotos auf die gleiche Größe, nämlich die Sensorgröße gebracht worden. Das ist natürlich nur eine von vielen Vergleichsmöglichkeiten. Weiter unten schildere ich meine Beobachtungen am iPad, wo die neue Größe bei der Darstellung ausgenutzt wird. Dort zeigt sich ein deutlicherer Unterschied zugunsten der neuen App-Version! Doch hinterher habe ich gefunden, dass die neuen Fotos auch nach Herunterskalieren auf das alte Format fast identisch aussehen wie die im neuen, großen Format...

DSO-Beispiele: Vergleiche an Kugelsternhaufen (M 92, M 13)

Kugelsternhaufen bestehen aus vielen feinen Sternen, auch hier hat die neue Bildverarbeitung der neuen App-Version Verbesserungen gebracht - außer bei Kugelsternhaufen mit sehr hellen Kernen (M 15, M 92), deren Überstrahlung schwierig herunterzuregeln ist.

Im folgenden ein Beispiel mit M 92 (mit ASI224 und PS72 zum Vergleich):

         

M 92, eVscope-20200915-201415.jpg

 

M 92, eVscope-20210718-222729as.jpg

 

M 92, PS72*, ASI224, Stack

   

M 92, eVscope-20200915-201415as.jpg

 

M 92, eVscope-20210718-222729as.jpg

 

M 92, PS72*, ASI224, Stack bearbeitet

Alte Bildverarbeitung

 

Neue Bildverarbeitung, großes Bild auf 1280 x 960 herunterskaliert

 

Zum Vergleich: Foto mit PS72 und ASI224 aus einem Stack von Einzelbildern

*) Der ED-Refraktor PS 72/432 scheint ziemliche Farbprobleme zu haben...

Bei M 13 sind Hintergrund und Schärfe unterschiedlich:

         

M 13 - 15.9.2020

 

M 13 - 15.9.2020, bearbeitet

 

M 13 - 15.9.2020, bearbeitet und geschärft

   

M 13 - 18.7.2021

 

M 13 - 18.7.2021, bearbeitet

 

M 13 - 18.7.2021, bearbeitet und geschärft

Die neuen M 13-Fotos wirken gegenüber den älteren fast schon überschärft (dazu große Versionen ansehen!).

"Körnigkeit"

Die ersten Fotos, die man im Enhanced Vision-Modus aufnimmt, sahen vorher sehr verrauscht aus, denn sie bestehen ja aus aus der Überlagerung nur weniger Aufnahmen. Je länger man im Enhanced Vision-Modus verweilte, desto rauschärmer und detaillierter wurden die Fotos (wobei es Tester gibt, nach deren Meinung sich die Fotos ab einer bestimmten Verweildauer im EV-Modus nicht mehr verbesserten...).

Im folgenden drei aufeinanderfolgende Stadien eines Fotos von M 101 mit der alten Bildverarbeitung, darunter aufgehellte Versionen, um das Rauschen besser zeigen zu können (große Versionen aufrufen!):

         

M 101 - 20210306-215743

 

M 101 - 20210306-215831

 

M 101 - 20210306-220137

   

M 101 - 20210306-215743, aufgehellt

 

M 101 - 20210306-215831, aufgehellt

 

M 101 - 20210306-220137, aufgehellt

Mit der neuen Bildverarbeitung stimmt dies zwar auch, aber der visuelle Eindruck ist ein etwas anderer: Anfangs scheinen die Fotos nun eine gewisse"Körnigkeit" zu besitzen, die im Laufe der Zeit zwar abnimmt, aber nach meinem Eindruck nicht völlig verschwindet, vor allem wenn man die Fotos anschließend bearbeitet (und dabei zum Beispiel den Kontrast verstärkt). Ich kann nur Vermutungen aäßern, wo diese "Körnigkeit" herrührt, und vermute, dass das Hochskalieren der Fotos die Ursache dafür ist.

Im folgenden sechs aufeinanderfolgende Stadien eines Fotos von M 101 mit der neuen Bildverarbeitung, darunter aufgehellte Versionen, um das Rauschen besser zeigen zu können (große Versionen aufrufen!):

         

M 101 - 20210718-223222

 

M 101 - 210718-223246

 

M 101 - 20210718-223309

   

M 101 - 20210718-223222, aufgehellt

 

M 101 - 210718-223246, aufgehellt

 

M 101 - 20210718-223309, aufgehellt

         

M 101 - 20210718-223349

 

M 101 - 20210718-223429

 

M 101 - 20210718-223536

   

M 101 - 20210718-223349, aufgehellt

 

M 101 - 20210718-223429, aufgehellt

 

M 101 - 20210718-223536, aufgehellt

Im folgenden noch einmal Ausschnitte mit 1:1 Pixeln der aufgehellten Versionen:

         

M 101 - 20210306-215743 (alt), aufgehellt, Ausschnitt

 

M 101 - 20210306-215831 (alt), aufgehellt, Ausschnitt

 

M 101 - 20210306-220137 (alt), aufgehellt, Ausschnitt

   

M 101 - 20210718-223222 (neu), aufgehellt, Ausschnitt

 

M 101 - 210718-223246 (neu), aufgehellt, Ausschnitt

 

M 101 - 20210718-223309 (neu), aufgehellt, Ausschnitt

   

M 101 - 20210718-223349 (neu), aufgehellt, Ausschnitt

 

M 101 - 20210718-223429 (neu), aufgehellt, Ausschnitt

 

M 101 - 20210718-223536 (neu), aufgehellt, Ausschnitt

Weniger aggressive Bildverarbeitung ("Pinselei")?

Insbesondere bei großflächigen Nebeln oder Galaxien, fiel nicht nur mir auf, dass die Bildverarbeitung des eVscopes recht aggressiv zu Werke geht und Details "wegpinselt" - die Fotos sehen ein bisschen wie Aquarelle aus. Das fällt auch auf, wenn man eVscope-Fotos mit Fotos vergleicht, die mit anderen Astronomiekameras aufgenommen wurden. Am direktesten ist dabei der Vergleich mit der ASI224MC-Kamera, die denselben Sensor wie das eVscope verwendet, wenn auch in einem anderen Modus.

Da ich zur Zeit (Frühjahr/Sommer 2021) mein Lieblingsobjekt für solche Tests, den Orionnebel M 42, nicht beobachten kann, habe ich meine ersten Vergleiche zwischen alter und neuer Bildbearbeitung an M 51 (Strudelgalaxie) vorgenommen. Mein erster Eindruck ist hier, dass die neue Bildbearbeitung nicht mehr ganz so stark "pinselt" wie die alte (aber nicht jeder konnte dies nachvollziehen). Im folgenden zeige ich Beispiele, anhand derer man diese Vermutung überprüfen kann. Außerdem zeige ich M 51-Fotos, die mit der ASI224 aufgenommen wurden zum Vergleich.

         

M 51 - 6.3.2021, Foto bearbeitet

 

M 51 - 30.5.2021, Foto mit Polarr bearbeitet

 

M 51, PS72*, ASI224, bearbeitet

Alte Bildverarbeitung

 

Neue Bildverarbeitung, großes Bild auf 1280 x 960 herunterskaliert

 

Zum Vergleich: Foto mit PS72 und ASI224

*) Der ED-Refraktor PS 72/432 scheint ziemliche Farbprobleme zu haben... Man sollte auch einen UV/IR-Sperrfilter einsetzen, was hier nicht der Fall war.

Ähnlich wie bei Kugelsternhaufen werden die hellen Galaxien mit der neuen Bildverarbeitung stärker ausgewaschen, was hier allerdings nicht zu sehen ist. Bitte die großen Versionen ansehen (Vorschauen anlicken), um die Unterschiede in der Bildverarbeitung erkennen zu können! Die alte Bildverarbeitung sieht ein bisschen sehr nach "Fantasie" aus...

App-Version 1.3 auf dem iPad

Zunächst funktionierte die Unistellar-App nur auf iPhones (weswegen ich mir leider eines kaufen musste...) und nicht auf dem iPad; seit der Version 1.0.5 kann es auch auf diesem betrieben werden. Ich muss jedoch zugeben, dass ich die eVscope-Aufnahmen auf dem iPad immer als sehr unscharf empfand und deshalb mein iPhone wegen seines schärferen (und kleineren) Bildes bevorzugte. Als ich Ende Oktober 2021 zum ersten mal wieder mein iPad für die Steuerung des eVscopes verwendete, erschien mir das Bild nicht mehr so unscharf, was ich als einen Effekt des Hochskalierens der Bildgröße vermutete. Natürlich habe ich keinen Vergleich zwischen den App-Versionen mehr, so dass ich hier nur meinen Eindruck schildern kann...

Dachte ich! Aber ich habe noch eVscope Fotos in der Fotos-App von Apple, die mit verschiedenen App-Versionen aufgenommen wurden! Zu Vergleichszwecken habe ich ein Album angelegt, in dem ich neue und alte Fotos von DSO abgelegt habe. Und beim Vergleichen zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen Fotos der Version 1.3 und älteren Versionen! Die alten Fotos werden im iPad hochskaliert, was auch zu erkennen ist, und sehen "gröber" aus als die neuen, die vermutlich sogar leicht herunterskaliert werden. Bei diesem Vergleich fällt dann auch sofort auf, dass die neuen Fotos weniger "gepinselt" sind. Allerdings scheint der Effekt weniger auf der Skalierung zu beruhen als allein auf der Bildbearbeitung. Ich habe nämlich testweise Fotos im neuen Format auf die alte Größe herunterskaliert und auf das iPad überspielt. Zwischen diesen und den Bildern im großen Format war auf dem iPad praktisch kein Unterschied zu sehen.

Die Lehre, die ich daraus ziehe ist, dass ein Vergleich nicht immer einfach ist und das Ergebnis oft sehr von den Bedingungen und Größen, unter denen verglichen wird, abhängt. Sein volles Potential fährt das neue Format möglicherweise erst dann aus, wenn die Fotos größer als im ursprünglichen Format von 1280 x 960 Pixel dargestellt werden. Andererseits zeigt das Beispiel mit dem Herunterskalieren, dass die Unterschiede zwischen alten und neuen Fotos im wesentlichen auf Unterschiede in der Bildverarbeitung zurückzuführen sind.

Fazit

Die neue Bildverarbeitung scheint tatsächlich Vorteile bei der Darstellung der Himmelsobjekte zu bringen, wie mehr Details und Schärfe sowie dunklerer Hintergrund; erhöhter Kontrast und erhöhte Farbsättigung sind allerdings Geschmacksache. Jetzt wünsche ich mir nur noch, dass die Körnigkeit der Fotos und das Verstärkerglühen reduziert werden können...

Hinweis: Ich werde wahrscheinlich noch eine weitere Seite anlegen, in der Objekte mit der alten und der neuen Bildverarbeitung verglichen werden können. Mein Eindruck ist inzwischen, dass die neue Bildverarbeitung deutlich schärfere Bilder liefert (nach Herunterskalieren auf die Sensorgröße).

 

Kleine Fehlersammlung

Die Fehlersammlung "vertage" ich auf Version 1.4, zumal diese jede Menge Fehler bereinigt haben soll...

 

Verbesserungsvorschläge

Wunsch für Unistellar: Fehlermeldung, warum der Enhanced Vision-Modus verlassen wurde.

Mögliche Ursachen könnten sein:

Und wie immer wünsche ich mir, dass wichtige Bilddaten mit abgespeichert werden!

 

Erstes Fazit zu Version 1.3

App-Version 1.3 hat einige nützliche Verbesserungen gebracht, vor allem beim Aussehen der Fotos. Dafür wiederum ein "Danke" an Unistellar! Aber es wurden auch eine Reihe von sinnvollen Funktionen nicht implementiert, die ich mir erhofft und bei Unistellar schon mehrmals angefragt hatte.

Siehe dazu auch meinen Bericht über die App-Version 1.3 von Anfang September 2021 an Unistellar (auf Englisch)!

Hinweis: Ein generelles Fazit zum eVscope nach gut einem Jahr Besitz, das sich auf die App-Version 1.2 stützt, ziehe ich auf Seite Unistellar eVscope - Drittes Fazit (Version 1.2).

 

Links

 

Anhang: Bericht zur App-Version 1.3 für Unistellar (auf Englisch)

Finally, I would like to give some feedback on app version 1.3. It was already released at the end of May, 2021, but somehow I never managed to put my feedback together. And it is still not "final", after all...

I would like to restrain myself to giving feedback on the new image size and processing. When I first read the statement "Four times larger observing record for even more stunning memories of your stargazing", I was not quite sure what this means. But I soon found out that it means upscaling the images from the sensor size of 1280 x 960 to a "whopping" 2560 x 1920 (2 x in linear size).

My first thought was that this is not a good idea, since upscaling does not deliver any new information and makes the image softer, overall. This is similar to the digital zooms of digital cameras (they come in various "spices"...), and typically you should not go beyond a factor of 1.4x there.

A second finding was that the new images are rather grainy, which is new. The graininess is reduced over the observing time, but does never really disappear. It is rather evident if you brighten up the photos for demonstration purposes, and may nearly become invisible if the sky on the photo is dark. I do not know the cause for the graininess. Upscaling be one reason, a changed image processing the other - probably a mixture of both...

But as always, things are not that easy! I found the following changes:

iPad: I rarely used my iPad for controlling the eVscope, because I found the images, similar to my laptop, fuzzy and somewhat disappointing, whereas they looked much nicer on my iPhones, because they were a lot smaller on these.

Recently, I used my iPad again (because it has more "stamina"...) and was pleasantly surprised by the sharpness of the photos shown on the screen!

I no longer have access to older app versions, but in the Photos app, I still had some photos taken with older app versions of objects that I also had recently photographed. Well, that really is a difference and a huge improvement, which I had not expected!

I considered that upscaling for the old versions and downscaling for the new versions might cause the difference. But that is not the case! I transferred some downscaled photos (1280x960) taken with the new app version to my iPad, and they looked nearly identical to the large versions. So, it is the new image processing that makes the images look sharper. So, this was an interesting experience!

More Detail: I always disliked the "painted" look of the eVscope images, that is, the processing "brushed away" the details. This was especially apparent on photos of large nebulae, such as M 42, M 16, or M 17. This is also apparent, when I compare eVscope photos with my photos taken with the ASI224, which uses the same sensor (albeit in a different mode...). On a first brief look, the images now seem to look more similar, but I still have to check that thoroughly...

I had always planned to send you an e-mail and ask for less painting. This has never happened, but you seem to have guessed my wish - the new image processing "paints" definitely less and reveals more detail. Not every eVscope user may recognize this, but for me, it is evident. I found this already for M 16 and M 17 (and some more nebulae...), but will have to wait until winter for M 42...

So, this is also a nice surprise for me, which comes somewhat unexpected because of my preconception regarding the upscaling of images. Anyway, I scale my images down and back to 1280 x 960 for archiving purposes (and presenting them on my Website)...

So all I would wish is that the graininess of the photos (and the amp glow) can be reduced...

Wish List

Finally, I would like to return to my wish list, which is rather short this time.

First of all, I have to repeat my request for some sort of storage of the image data, be it EXIF data (preferred), an addition to the file name or some text file. The data may be stored in the data that go to SETI, but I do not have access to the SETI server (and would have to store the data there first, which would cause delays...).

Secondly, I would like to have an error message that explains why the Enhanced Vision mode has aborted. There may be many reasons for this (clouds, too many discarded frames, shocks, etc.). I had an e-mail exchange with another eVscope user who complained about lots of EV mode aborts and was unsure how he could improve on this...

So that's it for today! If you need images examples, please let me know! But I think that the Unistellar engineers know the photos that the eVscope produces well and do not need sample images...

 

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17.10.2021