Rigel-Sucher

Was ist der Rigel-Sucher? | Fotos: Der Rigel-Sucher | Fotos: Der Rigel-Sucher am Omegon PS 72/432-Refraktor | Fotos: Blick durch den Sucher | Erste Erfahrungen | Deep Sky Reiseatlas und Deep Sky Reiseführer | Links

Auf dieser Seite berichte ich meine Erfahrungen mit meinem Rigel-Sucher, den ich mir zum Omegon PS 72/432-Refraktor zugelegt habe.

 

Was ist der Rigel-Sucher?

Der von Steve Kufeld entwickelte Telrad-Sucher ist eine Art Leuchtrahmensucher, der im Gegensatz zum Sucherfernrohr oder zum Teleskop selbst kein vergrößertes Bild zeigt. Man blickt beim Telrad-Sucher durch einen Spiegel auf den Himmel, auf den das Gerät drei rote Ringe projiziert (entsprechend einem Sehwinkel von 0,5°, 2° und 4°). In der Nacht sieht man praktisch nur die Ringe - so, als ob sie auf den Sternenhintergrund projiziert werden. Mehr dazu auf meiner Seite über den Telrad-Sucher.

Der Rigel-Peilsucher (oder kurz "Rigel-Sucher") ist eine kleinere Version eines solchen Suchers und projiziert nur zwei Ringe auf den Spiegel (entsprechend einem Sehwinkel von 0,5° und 2°). Er ist für kleinere Teleskope besser geeignet und zudem etwas preiswerter. Ich habe zwar nach dem Verkauf des Telrad-Suchers immer wieder mit dem Rigel-Sucher geliebäugelt, bin aber wegen des Preises bei einfachen Lichtpunktsuchern geblieben. Für meinen Omegon PS 72/432-Refraktor sind diese Sucher jedoch keine praktikable Lösung, so dass ich mich beim Händler nach Alternativen erkundigt habe. Dieser hat mir den Rigel-Peilsucher für meinen Refraktor empfohlen, den ich daraufhin gekauft habe. Ob er wirklich passt, muss sich allerdings erst herausstellen...

Wie beim Telrad-Sucher, besteht der Rigel-Sucher aus einer Basis, die mit doppelseitigem Klebeband am Fernrohr* befestigt wird, und dem eigentlichen Sucher. Die Basis verbleibt am Fernrohr; der Sucher wird in die Basis eingeklinkt und kann ebenso wieder entfernt werden. Das funktioniert aber nicht so leicht wie beim Telrad-Sucher... Der Rigel-Sucher wird mit zwei Basen für unterschiedliche Teleskopdurchmesser geliefert. Besitzt man mehrere Teleskope, kann man zu jedem eine Basis erwerben und tauscht einfach den Sucher zwischen den Teleskopen aus. Ich weiß aber nicht, ob weitere Basen in Deutschland überhaupt zu kaufen sind...
*) Für kleinere Teleskope werden auch Plastikbänder mit Sperrklinke in Kombination mit einseitigem Schaumklebeband empfohlen.

Wie beim Telrad-Sucher blickt man beim Rigel-Sucher also durch einen Spiegel auf den Himmel, auf den das Gerät zwei rote Ringe projiziert (entsprechend einem Sehwinkel von 0,5° und 2°). Man bewegt das Teleskop und versucht es mit Hilfe der Ringe so auszurichten, dass die Zielregion in den inneren Ring gelangt - und sieht diese dann hoffentlich, also bei guter Justage, auch beim Blick durch das Okular. Die Justage der Ringe erfolgt mit drei Rändelschrauben an der Bedienseite des Gerätes. Dort besitzt es auch einen Schalter mit Drehregler, um die Beleuchtung einzuschalten und deren Helligkeit zu regeln. Daneben befindet sich ein Regler für die Blinkfrequenz; am linken Anschlag blinkt die LED nicht. Die LED des Rigel-Suchers wird aus einer 3V-Lithium-Batterie (CR2032) versorgt. Insgesamt macht das Gerät, ähnlich wie der Telrad-Sucher, einen relativ groben Eindruck für mich. Als wirklich klein kann ich ihn auch nicht bezeichnen. Aber weil er aus Plastik ist, wiegt er nicht viel...

Um die genaue Position eines Beobachtungsobjekts zu finden, können zusätzlich Himmelskarten (zum Beispiel der Deep-Sky-Atlas, den ich zusammen mit dem Telrad-Sucher erworben habe) verwendet werden, auf denen neben interessanten Objekten (Galaxien, Sternhaufen, Nebel) auch noch für bestimmte Himmelsobjekte Telrad-Kreise eingedruckt sind. Dann weiß man, was einen erwartet...

Im folgenden zeige ich Fotos vom Gerät, seinem Anbau an meinen Omegon PS 72/432-Refraktor und von den Ringen im Dunklen.

 

Fotos: Der Rigel-Sucher

Auspacken

Verpackung des Rigel Peilsuchers

Verpackung geöffnet

Dito, näher ran

Rigel-Sucher ausgepackt

Batteriefach, Batterie einsetzen

Unten sitzt das Batteriefach, dazu die beiden Basisplatten, ...

... in die der Sucher eingesetzt werden kann, so dass das Batteriefach geschützt ist

Batteriefach aus der Nähe

Anleitung zum Einsetzen der CR2032-Batterie (3V-Lithium-Batterie)

Lithium-Batterie CR2032 eingesetzt

Rigel-Sucher mit eingesetzter Batterie und Basisplatten; eine liegt so, dass der Sucher aufgesetzt werden kann.

Aussehen

Rigel-Peilsucher mit zweiter Basisplatte

Rigel-Peilsucher von der Seite

Blick auf die Bedienseite des Suchers: oben drei Schrauben für die Justage, unten links der Einschalter und Helligkeitsregler, unten rechts der Regler für die Blinkfrequenz (links am Anschlag kein Blinken)

Blick auf die Rückseite des Suchers - von hier aus blickt man durch den Sucher

 

Fotos: Der Telrad-Sucher am Omegon PS 72/432-Refraktor

Basisplatte des Rigel-Peilsucher am Teleskop befestigt

Rigel-Peilsucher in Basisplatte eingesetzt

Rigel-Peilsucher von hinten

Dito

Rigel-Peilsucher von der Seite

Rigel-Peilsucher von vorn

Rigel-Peilsucher von der Seite

Dito

 

Fotos: Blick durch den Sucher

Zum Schluß noch einige drinnen aufgenommene Fotos, auf denen man die zwei Ringe (0,5° und 2°) sieht, die die LED auf den Spiegel projiziert und die zum Suchen dienen. Idealerweise sollte sich das Zielobjekt im inneren Ring befinden.

Blick durch den Rigel-Peilsucher

Dito

Dito, der Fokus ist auf den Ringen

Dito, der Fokus ist auf dem Sucher selbst

 

Erste Erfahrungen

Der Rigel-Sucher wurde mir von einem Astroshop-Mitarbeiter am Telefon für meinen Omegon PS 72/432-Refraktor empfohlen, und deshalb habe ich ihn gekauft, zumal nicht anderes auf seinen, was den Durchmesser angeht, kleinen Tubus, zu passen schien. Allerdings hatte ich so meine Zweifel, ob der Fuss wirklich auf den Tubus passen würde... Diese Zweifel erwiesen sich als berechtigt, wie sich nach dem Auspacken des Rigel-Suchers herausstellen sollte. Eigentlich wollte ich den Sucher etwa in der Mitte des Tubus anbrigen, wo dieser am Stativ oder einer Montierung befestigt wird, da wäre etwas Platz gewesen. Dafür war die Rigel-Basisplatte aber zu lang und passte auch von der Krümmung her nicht auf den Tubus. So verblieb nur eine Position, auf die die Basisplatte passte, nämlich vorn auf der Taukappe, reichlich weit weg zum "Durchpeilen". Aber weil ich keine Alternative wusste, habe ich dies erst einmal so ausprobiert...

Anfänglich habe ich den Rigel-Sucher nur mit vielen dicken Gummibändern befestigt. Das hielt zwar vielleicht während einer Beobachtungssitzung, aber manchmal auch nicht ganz. Und vor allem musste der Sucher bei jeder neuen Sitzung wieder justiert werden. Das war auf die Dauer lästig! Also entschied ich mich, die Basisplatte mit Hilfe des mitgelieferten doppelseitigen Klebebandes zu befestigen, in der Hoffnung, dass sie beim Wegpacken des Teleskops in seinen Koffer oder seine Tasche fest am Tubus verbleibt. Das hat bisher gehalten, aber wie lange es noch halten wird, ist natürlich offen.

Als ich die Basisplatte nur mit Gummibändern befestigt hatte, hatte ich sie etwas schräg angebracht, um am Okular vorbeipeilen zu können. Als ich die Basisplatte jedoch am Tubus festklebte, habe ich sie genau oben auf dem Tubus festgeklebt, weil das am einfachsten ging, auch die Platte gerade auszurichten. Als ich allerdings den Sucher in die Basisplatte eingesteckt hatte und ihn justieren wollte, musste ich erkennen, welchen Unsinn ich da vollbracht hatte: Das Okular stand genau im Weg, wenn ich über den Teleskoptubus hinweg durch den Rigel-Sucher zu den Sternen peilen wollte! Nun muss ich immer den Zenitspiegel lösen, um das Okular seitlich verkippen zu können, wenn ich durch den Sucher peilen möchte (oder ich muss das Okular aus dem Zenitspiegel nehmen). Nun ja, ich werde das so lange machen, bis sich die Basisplatte wieder vom Tubus gelöst hat...

Außerdem erkannte ich einen Nachteil des großen Abstandes vom Sucher (der sich am vorderen Teleskopende befindet, während ich hinter den Teleskop stehe): die beiden roten Peilringe erscheinen sehr groß auf dem Spiegel des Suchers. Wenigstens sind noch beide Ringe zu sehen!

Alles in allem, war das eine Installation mit "gemischtem Erfolg". Wie sich der Sucher selbst in der Praxis bewähren wird, kann ich leider noch nicht sagen, denn dafür konnte ich ihn bisher zu selten einsetzen. Am Mond funktionierte er gut, aber dafür braucht man eigentlich keinen Sucher...

 

Deep Sky Reiseatlas und Deep Sky Reiseführer

Der Deep Sky Reiseatlas ist auf die Benutzung des Telrad-Suchers abgestimmt und zeigt für ausgewählte Deep-Sky-Objekte, wie der Blick durch den Telrad-Sucher ausehen würde. Wenn man nur die beiden inneren Ringe beachtet, ergibt sich der Blick durch den Rigel-Peilsucher.

Der Deep Sky Reiseatlas ist zudem für eine Nutzung mit dem Deep Sky Reiseführer ausgelegt, der ausgewählte Objekte ausführlicher beschreibt. Im Reiseatlas stehen die entsprechenden Seitenzahlen bei den Objekten.

Deep Sky Reiseatlas und Deep Sky Reiseführer - beide Bücher sind aufeinander abgestimmt

Umschlag des Deep Sky Reiseatlas

Umschlag des Deep Sky Reiseführers

Deep Sky Reiseatlas: Die Doppelseiten liefern zu einem Himmelsabschnitt die Beschreibungen wichtiger Objekte und eine Karte

Deep Sky Reiseführer: Beschreibung des großen Orionnebels M42 (die Seitenzahl ist im Reiseatlas angegeben), dazu Zeichnungen, wie das Objekt in kleinen Teleskopen unter verschiedenen Sichtbedingungen erscheint

Deep Sky Reiseatlas: Obere Doppelseite mit Beschreibung wichtiger Objekte und ggf. Detailkarten

Deep Sky Reiseatlas: Detail der unteren Doppelseite mit Karte (Orion) und Telrad-Ringen

Deep Sky Reiseatlas: Untere Doppelseite mit Karte

 

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14.01.2019