Ricoh GXR: Einführung

Zweck meiner Ricoh GXR-Seiten | Wie ich Ricoh GXR-Besitzer wurde | Nun bin ich Ricoh GXR-Besitzer... | Würde ich anderen eine Ricoh GXR empfehlen?

Hinweis: Meine Ricoh GXR-Seiten wenden sich an ein internationales Publikum und sind deshalb auf Englisch. Außerdem ist meine Zeit knapp bemessen, und so konnte nur wenige Seiten ins Deutsche übersetzen. Für die vollständigen Seiten klicken Sie bitte den Link Meine vollständigen GXR-Seiten auf Englisch in der Navigation.

Hinweis: Es scheint, als habe Ricoh das GXR-Syystem still und heimlich in den Jahren 2013/2014 sterben lassen... Zu Beginn des Jahres 2016 sind das Gehäuse und alle Kameraeinheiten bis auf die S10-Einheit als "Discontinued", als "eingestellt" gekennzeichnet.

 

Zweck meiner Ricoh GXR-Seiten

Meine Ricoh GXR-Seiten sollen Besitzern der Ricoh GXR sowie Leuten, die es werden wollen, als nützliche Informationsquelle dienen. Ich habe aber weder die Absicht eine vollstängige noch eine stets aktuelle Informationsquelle anzubieten, denn ich für ein solches Projekt mangelt es mir an Zeit. Der Schwerpunkt liegt bei meinen Seiten auf dem Berichten persönlicher Erfahrungen mit diesem Kamerasystem, und damit hoffe ich, anderen den einen oder anderen nützlichen Tipp geben zu können.

 

Wie ich Ricoh GXR-Besitzer wurde

Es gibt ein deutsches Gedicht, das so anfängt: "Ich hab' es getragen sieben Jahr, und ich kann es nicht tragen mehr!" Genau - das war meine digitale Spiegelreflexausrüstung (DSLR genannt). Und es waren noch viel mehr als sieben Jahre, wenn ich meine analoge Ausrüstung mit einschließe! Mir gefiel die Bildqualität meiner digitalen Spiegelreflexen und auch der optische Sucher, aber weder wollte ich viel Ausrüstung mit mir herumtragen, noch wollte ich Objektive wechseln. Deshalb habe ich mich nach Alternativen umgesehen. Doch zu Anfang waren es nur weitere Kameras, die mit meiner DSLR darum wetteiferten, benutzt zu werden (viele Fotografen werden dieses Problem kennen...).

Nachdem ich meine Frau von Canon IXUS Digitalkameras auf die Ricoh R-Serie "umgestellt" hatte, begann ich, in die Ricoh-Foren zu schauen und stolperte über die GX100, die wegen ihres 24 mm Weitwinkelobjektivs meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Fotos der GX100 waren im Weitwinkelbereich tatsächlich eindrucksvoll, allerdings oft weniger am anderen Ende des Brennweitenbereichs, nämlich bei 72 mm Brennweite. Trotzdem begann die GX100 bald mit meiner Sony A100/700 zu konkurrieren. Für die Sonys hatte ich gute Objektive erworben, die ebenfalls bei 24 mm Brennweite begannen (das Zeiss 16-80 und das Sony 16-105), und so waren beide Kameras mehr oder weniger "gleichwertig" für mich. Das Ergebnis war, dass uns in einem Jahr die GX100 auf unsere Reisen begleitete, während es in einem anderen Jahr die Sony war. Die GX100 wurde durch das Nachfolgemodell GX200 ersetzt und begleitete uns 2008 nach Paris. Im Jahr 2009 kam die Sony wieder dran und begleitete uns nach Schweden. Ich konnte mich einfach nicht zwischen den Kameras entscheiden!

Außerdem wurden meine Hüften immer schlechter, so dass ich sie in den Jahren 2009 und 2010 operieren liess. Meine schlechten Hüften waren auch der Grund für mich, nicht zu viel Ausrüstung mit mir herumtragen zu wollen.

Dann machte ich noch eine weitere interessante Entdeckung: Da ich lange Zeit Minolta-Bridgekameras (die Dimage-Serie) benutzt hatte, war ich an elektronische Sucher gewöhnt, welche einen Einruck von der Belichtung vermitteln. Deshalb vergaß ich nach dem Knipsen mit der DSLR oft, die Belichtung auf dem LCD-Bildschirm auf der Rückseite der Kamera zu überprüfen. Und so habe ich immer wieder Aufnahmen verloren, weil die Belichtung völlig daneben lag. Die GX100/200 hatte dagegen einen elektronischen Sucher (zum Aufstecken), den ich mehr oder weniger ausschließlich verwendete und der mir einen Eindruck von der Belichtung vermittelte.

Schließlich zeichnete sich auch ab, dass bald ein neuer Kameratyp seinen Auftritt haben würde: Die EVIL-Kamera (inzwischen nennt man das "Systemkamera"), die Wechselobjektive und einen elektronischen Sucher zu bieten hat und wegen des Wegfalls des Spiegels und des Prismas deutlich kleiner als eine DSLR ausfällt. Dieses Konzept schien für mich die Zukunft zu bedeuten, während mir das Spiegelreflexprinzip als veraltet erschien (obwohl ich die Vorteile optischer Sucher zu schätzen weiß...). Das einzige Problem war, dass mir keine der damals auf dem Markt befindlichen frühen EVIL-Modelle (Panasonic, Olympus) gefiel.

Im Oktober 2009 verschwand meine Sony A700 vom Markt, und es schien mir höchste Zeit, sie zu verkaufen, um noch einen guten Preis erzielen zu können - zu der Zeit bestand noch großes Interesse an dieser schönen Kamera. Andererseits waren aber auch noch keine echten Alternativen in Sicht, also EVIL-Kameras, die meinen Wünschen entsprachen. Es gab jedoch bereits Spekulationen über eine neue Ricoh-Kamera, von denen sich allerdings die meisten Vermutungen als falsch erweisen sollten. Wie dem auch sei, ich entschied mich, meine digitale Spiegelreflexausrüstung komplett zu verkaufen und auf die Ricoh-Kamera zu warten. Nach einiger Zeit wurde klar, dass es sich bei der GXR um eine "Modul-Kamera" handeln würde und dass eines der Module eine Art GX200-Nachfolger sein würde. Deshalb entschied ich mich, auch meine GX200 zu verkaufen. So hatte ich für eine Weile gar keine Kamera mehr, denn die neue Ricoh GXR sollte erst kurz vor Weihnachten 2009 in Deutschland verfügbar werden.

Und tatsächlich kam meine GXR am Wochenende vor Weihnachten bei mir zu Hause an - aber nicht ohne ein Schockerlebnis: Im Karton des GXR-Gehäuses fehlte das Gehäuse!!! Ich war total fertig! Zum Glück sandte der Händler sofort ein neues Gehäuse, so dass ich rechtzeitig zu Weihnachten wieder eine arbeitsfähige Kamera besaß - das Weihnachtsfest war gerettet! Und seitdem bin ich - mehr oder weniger glücklicher - Ricoh GXR-Besitzer...

 

Nun bin ich Ricoh GXR-Besitzer...

Ein Jahr später im Dezember 2010 besaß ich bereits vier Aufnahmemodule für die GXR. Zwei davon waren APS-C-Module mit Festbrennweiten (28 mm und 50 mm) und zwei waren Module mit kleinem Sensor, die "Nachbauten" existierender Ricoh-Kameras sind: das S10-Modul entspricht der GX100/200 (24-72 mm) und das P10-Modul entspricht der CX3/4/5/6 (28-300 mm). Meine Erlebnisse mit den Modulen lassen sich auf diesen Seiten nachlesen, und nicht immer sind sie erfreulich. Manchmal hatte ich deshalb auch schon mit dem Gedanken gespielt, mich wieder von der GXR zu trennen.

Das Firmware-Update im Herbst 2010 versöhnte mich jedoch erst einmal wieder mit der Kamera. Im Herbst 2011, erwarb ich das M-mount-Modul, was ich ursprünglich nicht beabsichtig hatte, und dazu acht Objektive mit Leica M-Bajonett (15 mm, 21 mm, 28 mm, 35 mm, 50 mm, 75 mm, 90 mm und 135 mm). Dieses Modul eröffnet einem wirklich den Eintritt in eine völlig neue Welt, und man sollte sich vorher genau überlegen, ob man das auch will, denn dieser Eintritt kann sehr, sehr teuer werden (aber auch interessant und herausfordernd...). Als letztes Modul habe ich das A16 24-85 mm-Modul erworben, das schnell mein Lieblingsmodul wurde und bei mir das S10-Modul abgelöst hat, das ich daraufhin verkauft habe. So hoffte ich, dass erstmal etwas Ruhe eintreten würde - und bei Ricoh tut sich ja auch tatsächlich seit geraumer Zeit absolut nichts - aber dann trat ja Leica auf den Plan...

 

Würde ich anderen eine Ricoh GXR empfehlen?

Hinweis: Das brauche ich nicht mehr, denn die Kamera ist eingestellt und nur noch gebraucht zu haben (z.B. bei mir...).

Mit Sicherheit nicht - jedenfalls nicht, solange ich nicht weiß, was ihre fotografischen und persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse bei Digitalkameras sind. Ich kann nur sagen, was ich bevorzuge, was weniger und was überhaupt nicht.

Ansonsten gebe ich hier eine Antwort wider, die ich jemandem (auf Englisch) in einem Forum auf diese Frage gegeben habe:

I am still a bit undecided about the GXR, particularly given all the unfavorable reviews and the bulk of money spent. But it was and still is the way I wanted to go and so I have to master it! Thanks to Sean Reid's review, I learned a couple of new things about the camera, particularly that it does not use the widest aperture when you look through the viewfinder like SLRs do (I had already seen that images had less depth of field after the image had been taken, but had no explanation for this phenomenon). And contrary to Sean, I have always been a proponent of EVFs for various reasons (as I already explained in some forum posts...).

Regarding the A12, I am still struggling with the AF, particularly for macro shots (sometimes, the module rejects to focus on a subject that it had focused on on the first try). I also have some strange sharpness issues with the S10 module and sent it to Ricoh for inspection just recently.

Contrary to some people, I am quite happy that the A12-50 is a macro lens, because I shoot a lot of macros (regrettably, I am currently somewhat limited because I cannot lie down...).

And also contrary to some people like, for example, Pavel, I am waiting for the "CX3" module because I need a tele lens.

All in all, I find it difficult to recommend a camera to other people. As it stands, the GXR fits my needs better than that of many others. I photograph mainly static objects, do macros (therefore my question for closeup lenses, which started this thread), do not "street photography" and generally few shots of people (like of fast moving kids, as Pavel does). And I just found out that the GXR can be used for simple astronomy photography, although it cannot be mounted directly to a telescope.

So, yes, I like the GXR most of the time, but sometimes I hate it (when it does not find focus...), and I use it daily on my short hiking tours to improve my hips. It's spring time, and there are a lot of nice photo opportunities outside!

 

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10.02.2016